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Studie: Wie viele TV-Geräte die Deutschen haben – und was sie damit anstellen

Lesen ist out, fernsehen schauen in

Quantität und Qualität von Fernsehgeräten in deutschen Haushalten nehmen weiter zu – das hat eine repräsentative Gemeinschaftsstudie von ARD, ZDF, IP Deutschland ergeben. Doch trotz ständig zunehmender Funktionalität (Stichwort: Smart-TV) wäre das lineare Fernsehprogramm immer noch schwer gefragt, wie die zehnte Auflage des TNS Convergence Monitor berichtet.

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Im Vergleich zum Vorjahr wäre die Anzahl der Haushalte mit zwei oder mehr Fernsehgeräten um ein Viertel gestiegen – liegt damit nun bei 44 Prozent. Fast immer handelt es sich dabei um Flatscreen-Fernseher. Davon ist die Mehrheit jünger als fünf Jahre, über ein Viertel wurde sogar vor zwei oder weniger Jahren erworben. Diese und weitere Ergebnisse liefert die zehnte Ausgabe des TNS Convergence Mintor, einer repräsentativen Gemeinschaftsstudie von ARD-Werbung Sales & Services, IP Deutschland und ZDF unter 1.520 Befragten im Alter von 14 bis 69 Jahren.

Internetangebote auf dem Bildschirm

Darüber hinaus seien die Geräte fast ausnahmslos internetfähig. Mit 36 Prozent verfügen daher deutlich mehr Haushalte als noch im Vorjahr über eine Möglichkeit, Internetangebote auf dem Fernsehbildschirm anzusehen. Die tatsächliche Nutzung von Onlineangeboten über diesen Weg ist der Geräteverbreitung noch nicht in gleichem Tempo gefolgt und liegt bei aktuell 16 Prozent.

Doch trotz ständig zunehmender Funktionalität sei die Hauptaufgabe der Fernsehgeräte weiterhin, die beste Qualität für das lineare Fernseherlebnis sicherzustellen. Die Bedeutung wird von der keineswegs rückläufigen Nutzungsdauer unterstrichen: Lineares Fernsehen nimmt weiterhin nach Selbsteinschätzung der Befragten mehr als zweieinhalb Stunden täglich ein. Demnach stehen Internet und Fernsehen in einer „freundschaftlichen Koexistenz“ und sind beide interessante Verbreitungskanäle für Bewegtbild. Denn das Ansehen von Online-Videos macht dennoch einen entscheidenden Teil der Internetnutzung aus: Zwei Drittel der 14 bis 69-Jährigen nutzen mindestens einmal pro Monat Bewegtbild im Internet. Die größte Rolle spielen dabei kurze Videoclips, zum Beispiel auf YouTube (51 Prozent Nutzung mindestens monatlich). Ebenfalls von Interesse sind kostenlose Filme und Serien (28 Prozent) sowie Videos auf Newsportalen (23 Prozent).

Mediatheken im Aufwind

Bewegtbild-im-Internet-Studie

Dabei nutzt etwa ein Fünftel der Personen regelmäßig Mediatheken, um online TV-Sendungen, -Filme oder -Serien anzusehen. Der Durchschnittsnutzer sei dabei auf vier verschiedenen Mediatheken unterwegs. Gleichzeitig nehme aber die Nutzung von kostenpflichtigen Video-On-Demand-Angeboten zu, ist mit 7 Prozent regelmäßiger Nutzung aber noch weit von anderen Online-Bewegtbildangeboten entfernt. 44 Prozent der Befragten nutzen zumindest gelegentlich das Internet parallel zum Fernsehen. Die Aufmerksamkeit liegt aber auch bei der Parallel-Nutzung beim Fernsehen: 66 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sie sich trotz Second Screen überwiegend auf den TV-Bildschirm konzentrieren.

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