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Studie: So nutzen Kinder in Deutschland Medien

Aus Sicht der Eltern hat Homeschooling die Kompetenz von Kindern im Umgang mit digitalen Medien gefördert und die Nutzung von mobilen Endgeräten legitimiert. © Imago

Medien sind aus dem Alltag von Mädchen und Jungen zwischen vier und 13 Jahren nicht mehr wegzudenken. Die Studie "Kinder Medien Monitor 2021" hat die Mediennutzung und die Medienkompetenz in deutschen Kinderzimmern analysiert.

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Was trauen Eltern ihren Kindern zu, welche Freiräume haben die Kids bei der Mediennutzung und wie nutzen sie überhaupt das vielfältige Angebot? Der “Kinder Medien Monitor 2021” hat das Mediennutzungs- und Kommunikationsverhalten von Kindern in Deutschland sowie ihre Werte, ihr Engagement und Freizeitverhalten unter die Lupe genommen.

Eine Erkenntnis: Die digitale Medienkompetenz der Kinder hat während der Corona-Pandemie “einen echten Boost” erfahren. Aus Sicht der Eltern hat Homeschooling die Kompetenz von Kindern im Umgang mit digitalen Medien gefördert und die Nutzung von mobilen Endgeräten und Computern legitimiert.

  • 13 Prozent der Sechs- bis Neunjährigen und 48 Prozent der Zehn- bis 13-Jährigen dürfen selbst bestimmen, welche Apps sie auf dem Smartphone/Tablet nutzen.
  • Wenn es um den Medienkonsum ihrer Kinder geht, haben Eltern eine klare Meinung: Dabei genießen Zeitschriften mit Abstand die größte Akzeptanz, gefolgt von Fernsehen. 81 Prozent der Eltern von Vier- bis 13-Jährigen sagen, aus Zeitschriften könne ihr Kind etwas lernen, 72 Prozent halten sie für eine sinnvolle Beschäftigung.
  • Das Fernsehen wird von Eltern geschätzt, weil es das Kind auf wichtige Themen aufmerksam mache. Aus der Akzeptanz erwachsen Freiräume: Mehr als die Hälfte der Sechs- bis Neunjährigen darf beispielsweise selbst bestimmen, welche Bücher oder Zeitschriften sie lesen, bei den Zehn bis 13-Jährigen sind es sogar 86 Prozent. Selbstbestimmt Fernsehen dürfen bei den Vier- und Fünfjährigen 11 Prozent, bei den Sechs- bis Neunjährigen 29 Prozent und bei den Zehn- bis 13-Jährigen 65 Prozent.

Kinder bevorzugen klassische Medien

Aus Sicht der Kinder stehen klassische Medien wie TV und Zeitschriften der Studie zufolge ganz oben in der Favoritenliste.

  • In allen Altersgruppen nutzt ein Großteil der Kinder das lineare Fernsehprogramm: 80 Prozent der Vier- bis 13-Jährigen sehen mindestens mehrmals pro Woche Serien, Filme und Videos genau dann, wenn sie gerade im Fernsehen laufen.
  • Mit zunehmendem Alter wächst das Interesse an Youtube und Streamingdiensten. Mediatheken oder Apps von Fernsehsendern nutzen 33 Prozent der Kinder. 84 Prozent nutzen Audio-Angebote wie Musik, (Kinder-)Radiosendungen, Hörspiele und -bücher oder Podcasts.
  • Zeitschriften nehmen eine besondere Rolle im Leben der Kinder ein. 75 Prozent greifen mehrmals pro Woche zu Büchern, Zeitschriften, Magazinen oder Comics. 72 Prozent von ihnen schätzen das haptische Vergnügen des Blätterns, elektronische Geräte spielen kaum eine Rolle.
  • Gelesen wird sehr intensiv und aufmerksam: 88 Prozent lesen/blättern die Zeitschriften meist vollständig durch, ebenfalls 88 Prozent lesen/blättern in den Zeitschriften immer mal wieder.
  • Kinderzeitschriften haben zudem eine breite Leserschaft: 4,8 Millionen der Vier- bis 13-Jährigen lesen mindestens eine der ausgewiesenen Zeitschriften. Darüber hinaus erreichen diese mindestens auch 5,8 Millionen Elternteile. Dabei lesen Eltern bei Weitem nicht nur bei den Kleinsten mit. Bei den Zehn- bis 13-Jährigen liegt der Anteil mitlesender Eltern laut „Kinder Medien Monitor“ bei 67 Prozent.

Kinder Medien Monitor 2021

Die repräsentative Markt-Media-Studie “Kinder Medien Monitor 2021” wurde von Egmont Ehapa Media, Gruner + Jahr, Panini Verlag, Edeka Media und Super RTL herausgegeben. Die Analyse repräsentiert 7,47 Millionen Kinder in Deutschland im Alter von vier bis 13 Jahren.

 Für den “Kinder Medien Monitor 2021” wurden 2046 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren in Doppelinterviews gemeinsam mit einem Erziehungsberechtigten sowie 526 Erziehungsberechtigte für die Vier- bis Fünfjährigen befragt. Der Zeitraum der Erhebung der Reichweitenstudie gemäß ZAW-Rahmenschema war vom 16. Februar bis 31. März 2021.

Federführend realisiert wurde die Analyse vom Bremer Marktforschungsunternehmen Immediate.

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