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Studie erkennt Innovationspotenzial bei Nahrungsergänzungsmitteln

Das Interesse der Konsumenten an Lebensmitteln und Getränken mit positiven Effekten auf die Gesundheit ist weltweit hoch. Nach einer repräsentativen Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos in 23 Ländern werden Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel vor allem als Unterstützer für ein stärkeres Immunsystem, gesteigerte Konzentration und gesunde Gelenke und Knochen gesehen und nachgefragt (jeweils 41 Prozent). Bei Kosmetik- und Körperpflegeprodukten sind 39 Prozent der Käufer an einem jüngeren Erscheinungsbild der Haut und 17 Prozent an einer Linderung von Stresssymptomen interessiert.

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Deutschland befindet sich im Vergleich etwas hinter dem weltweiten Durchschnitt und zeigt beispielsweise gegenüber Mexiko, Indien, USA und Polen weniger Interesse an Functional Food. Ganz oben auf der Liste der Lebensmittel und Getränke, die man ausprobieren würde, stehen auch bei den deutschen Verbrauchern Produkte, die das Verdauungssystem verbessern, die die Energie steigern und die beim Abnehmen helfen und das Immunsystem stärken – jeder Dritte würde ein solches Produkt ausprobieren.

Frauen würden zudem häufiger als Männer Lebensmittel zum Abnehmen (34 gegenüber 26 Prozent), zur Gedächtnisförderung (27 gegenüber 21 Prozent) und für besseren Schlaf ausprobieren (26 gegenüber 22 Prozent). Männer entscheiden sich tendenziell häufiger für Produkte, die gut für die Gesundheit von Knochen und Gelenken sind (26 gegenüber 24 Prozent). Darüber hinaus ziehen jüngere Konsumenten Functional Food eher in Erwägung als ältere Personen. Drei von vier der 16- bis 29-Jährigen würde zumindest eines der Lebensmittel/Getränke mit einem gesundheitlichen Mehrwert ausprobieren, bei den über 50-Jährigen ist es nur jeder Zweite.

Die Studie zeigt, dass ein Großteil der Verbraucher offen ist für Lebensmittel mit gesunder, vitalisierender und ausgleichender Wirkung. Besonders jüngere Konsumenten sind Produkten mit zusätzlichem Nutzen gegenüber aufgeschlossen. Der Zusatznutzen wird jedoch zunächst einmal dort gesucht, wo sich während der letzen Jahre bereits eine Verbindung zwischen Gesundheit/ Wellness und Artikeln des täglichen Bedarfs etabliert hat: Verdauung, Energiesteigerung, Diäten.

Inga Havemann, Department Manager Consumer & Health Research bei Ipsos, sieht das Ende der Fahnenstange bei Functional Food noch nicht erreicht. Das starke Interesse an gesundheitsfördernden Produkten machten diese zu einer starken Innovationsplattform für die Nahrungsmittel von morgen. Konsumenten müssten mit Hilfe von Werbung, speziellen Verpackungen oder auch Testimonials lernen, welchen gesundheitlichen Zusatznutzen bestimmte Produkte zu bieten haben. Die Wünsche der Befragten böten global agierenden Herstellern zahlreiche Möglichkeiten, auf ihre Kunden einzugehen, und auch neue Kunden zu gewinnen. Es spreche nichts dagegen, bei der Ideenfindung über die eigene Kategorie hinauszuschauen und beispielsweise von den klassischen Nahrungsmitteln einen Blick auf den Bereich der Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel zu riskieren.

www.ipsos.de

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