Suche

Anzeige

Spezies Mann: Ständig unter Druck

Um den hohen Anforderungen von Familie, Beruf und Freunden gerecht zu werden, müssen sich Männer im Laufe eines Tages in verschiedenen Rollen zurechtfinden: tagsüber als Alphatiere, die im Job das Beste geben, abends als liebevolle Familienväter, die rechtzeitig nach Hause kommen. "Dieser Männertypus ist bereits überholt", sagen die Werber der Agentur Springer & Jacoby.

Anzeige

Warum? Die Angst, von Heim und Familie aufgesogen zu werden, wolle kein Mann auch noch werblich inszeniert sehen, behaupten die Kommunikationsspezialisten. Stattdessen gebe es eine große Sehnsucht der Männer nach mehr Männlichkeit. Die Werber haben dafür auch schon einen neuen Namen gefunden: die Neomaskulinität. Der neomaskuline Mann lasse sich nicht verbiegen und stehe zu seinen Gefühlen, die er weder erklären noch rechtfertigen müsse.

Basis der Erkenntnis ist eine neue Studie mit dem Titel „Männerzeiten“, in der die Werber rund 60 Männer zur Wirkung männlicher Rollenbilder in der Werbung befragen. Vom Sozialpsychologen Stephan Grünewald vom Rheingold-Institut kommt indes Unterstützung. Er untersuchte die Spezies Manager und kam dem Ergebnis, dass: Manager nicht mehr originell seien, keine Visionen mehr hätten und aufs Kopieren setzen statt auf eigenes Gestalten. Der eigene Weg müsse möglichst weit und schnell nach oben führen. Das Privatleben bleibe auf der Strecke.

Beiden Männerbildern ist gemeinsam, dass sie sich einem enormen Druck ausgesetzt fühlen. Einen Ausweg aus dem Dilemma sehen viele nicht. Sie trösten sich damit, dass es anderen noch schlechter geht – die Einsamen und Zurückgezogenen, die sich hinter dem Computer verkriechen und den Kontakt mit der Außenwelt tunlichst vermeiden. Auch für diese Spezies fanden die Forscher einen Namen: die Hikikomori. Mehr mehr über die Zielgruppe Mann, wie er lebt und welche Medien er nutzt, lesen Sie ab 24. Januar in der aktuellen absatzwirtschaft-Ausgabe 02/2008. – sf

Anzeige

Digital

Otto Now steigt mit anderem Ansatz in den E-Scooter-Markt ein

Die Sharing-Tochter des Hamburger Handelskonzerns verleiht ab August bundesweit Elektroroller. Anders als bei den Konkurrenten am Markt werden die E-Scooter aber nicht minutengenau abgerechnet, sondern per Monatsabo. Dadurch erhofft sich der Verleiher auch eine höhere Lebensdauer der Roller. mehr…

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Daimler will bis 2025 jedes vierte Auto online verkaufen

Das Ende des klassischen Autohauses wird schon seit Jahren beschworen. Auch Daimlers Vertriebschefin…

Deutschland, Carsharing-Land?

Drivy, Flinkster, Share Now: In Deutschland tummelt sich eine mittlerweile fast schon unüberschaubare…

Otto Now steigt mit anderem Ansatz in den E-Scooter-Markt ein

Die Sharing-Tochter des Hamburger Handelskonzerns verleiht ab August bundesweit Elektroroller. Anders als bei…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige