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Spectacles: Snap hat im ersten Jahr mehr Einheiten seiner Kamera-Brille verkauft als Apple iPods

Was ist eigentlich aus Snaps Spectacles geworden? CEO Evan Spiegel nannte gestern auf der Vanity Fair New Establishment Summit in Beverly Hills erste Verkaufszahlen der 130 Dollar teuren Kamera-Brille. So konnte Snap im ersten Jahr immerhin 150.000 Spectacles absetzen. Wie Spiegel herausarbeitete, habe Snap damit mehr Einheiten seiner smarten Brille abgesetzt als Apple im ersten Jahr mit seinem iPod.

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Sind Spectacles der neue iPod? Mit diesem Vergleich versuchte Snap-CEO Evan Spiegel gestern auf dem von Vanity Fair veranstalteten New Establishment Summit in Beverly Hills  zu beeindrucken. Im Gespräch mit Steve Jobs-Biograf Walter Isaacson verriet Spiegel, wie gut sich die 130 Dollar teure Kamera-Brille im ersten Jahr auf dem Markt verkauft habe.

Ergebnis: Immerhin 150.000 Spectacles konnte Snap in zwölf Monaten absetzen. Wie Spiegel bemerkte, habe Apple im ersten Verkaufsjahr des MP3-Players iPod 2002 lediglich 144.000 Exemplare abgesetzt. Es dauerte tatsächlich mehr als zwei Jahre, bis Apple die erste Million iPods verkauft hat und das Wachstum danach exponentiell abhob.

Spectacles erlösen im ersten Jahr 19,5 Millionen Dollar

Die noch neue Hardwaresparte bescherte dem sechs Jahre jungen Internet-Unternehmen, das einen schwierigen Börsenstart mit einem Kurseinbruch von in der Spitze fast 60 Prozent hinter sich hat, binnen eines Jahres damit immerhin Erlöse von 19,5 Millionen Dollar. 

Für ungeduldige Investoren ist das jedoch offenbar weiter nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. In einem positiven Marktumfeld gab die Snap-Aktie heute weiter nach und liegt bei 14,40 Dollar immer noch deutlich unter dem Ausgabekurs vom März, als die Snapchat-Mutter bei  17 Dollar an der New Yorker Technologiebörse gestartet war.

Spiegel selbstkritisch

„Ich denke, Anleger sind besorgt, dass wir nie profitabel arbeiten oder dass der Wettbewerb uns umbringt – aber die Sorge ist eine kraftvolle Motivation“, erklärte der  27-Jährige auf der Podiumsdiskussion mit Walter Isaacson. „Ich glaube allerdings auch, dass dies normale Bedenken für ein Start-up sind, und die wirklich erfolgreichen Unternehmen das durchstehen und daran wachsen.“

Gleichzeitig gab sich Spiegel selbstkritisch in Bezug auf seine unglückliche Kommunikation mit Analysten, die dem Snap-Chef viel Kritik an der Wall Street eingebracht hatte.  „Eines der Dinge, die ich unterschätzt habe, ist, wie wichtig Kommunikation für ein börsengelistetes Unternehmen wird“, gab Spiegel zu.

„Wenn man an der Börse ist, muss man Dinge einem großen Anlegerkreis erklären. Statt zehn neuen Investoren zu erklären, wie das Geschäft funktioniert, muss man sich an 10.000 neue richten. Gleichzeitig gibt es an der Börse aber zahlreiche Regulatorien, was und was man nicht sagen darf, so Spiegel gegenüber Isaacson. „Eines der Dinge, das uns dies Jahr beschäftigt hat, ist , wie wir die Snap Story richtig kommunizieren“, resümiert der CEO des App-Anbieters.

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Florian Heinemann

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