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So „tickt“ der deutsche Tourist

Die Deutschen gelten als Reiseweltmeister. Sie buchen gerne pauschal, lieben es günstig, verreisen verstärkt im eigenen Land, fahren aber auch gerne nach Spanien, Italien oder in die Türkei. Welche Motive stecken hinter den Buchungsentscheidungen und können daher als relevant für das Marketing der Reiseanbieter angesehen werden? – Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Knapp jeder fünfte deutsche Reisende zählt zu den „zielorientierten Rationalisten“, die damit die größte touristische Kundengruppe in Deutschland darstellen. Nur geringfügig kleiner sind die Anteile der „gelassenen Begegnungssucher“ und der „statusorientierten Sammler“.

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Dies sind Ergebnisse der „Trendscope Reisetypen“, der psychografischen Segmentierung des europäischen Tourismusmarktes. Diese jüngst veröffentlichten Analysen des auf den Reisemarkt spezialisierten Marktforschungsunternehmens Trendscope basieren auf aktuell 10 000 Interviews in sechs europäischen Ländern. Es sei deutlich geworden, dass die „zielorientierten Rationalisten“ (19 Prozent) ein weit verbreitetes Klischee des deutschen Touristen bedienen: Sie sind sehr anspruchsvoll, legen Wert auf gute Qualität und besten Service bei gleichzeitig hoher Preissensibilität. Laufe etwas nicht nach ihrem Wunsch, beschwerten sie sich schnell. Sie seien sehr planvolle Menschen, selbstbewusst und ehrgeizig: Ihre Ziele und Vorstellungen möchten sie unbedingt erreichen. Dieser Reisetyp habe eine hohe Affinität zum Internet, er informiere sich vor Reiseantritt ausführlich über Destinationen, Angebote und Preise.

Ganz anders die „gelassenen Begegnungssucher“ (17 Prozent). Diese seien sehr spontan, verzichteten auf eine umfangreiche Reisevorbereitung und ließen den Urlaub am liebsten einfach auf sich zukommen. Sie seien kommunikativ und genössen unverhoffte Begegnungen mit Einheimischen und anderen Gästen. Zeitdruck und feste Tagesabläufe würden vermieden, der Genuss stehe im Vordergrund. Menschen dieses Reisetyps organisierten ihre Reisen überwiegend selbst, beschwerten sich selten und legten auch keinen Wert darauf, anderen zu zeigen, dass sie in Urlaub waren. Dies ist der Studie zufolge der größte Unterschiede zum „statusorientierten Sammler“ (17 Prozent): Er liebe es, anderen Personen das Gesehene und Erlebte durch Bilder und Souvenirs zu zeigen. Zur Erweiterung der Sammlung dieser „Statussymbole“ stehe das Bereisen möglichst vieler verschiedener Destinationen im Vordergrund. Am Urlaub reize diesen Reisetyp das Ungewisse, er sei sehr mitteilsam, gebe gerne Reisetipps weiter und schwelge auch selber noch lange in Urlaubserinnerungen.

Auf diese Weise identifizierte Trendscope insgesamt sieben Reisetypen. Die drei genannten werden ergänzt durch „familiäre Balancesucher“ (15 Prozent), „informierte Abenteurer“ (15 Prozent), „serviceorientierte Paradiessucher“ (zwölf Prozent) und „genügsame Planer“ (sechs Prozent). „Durch den psychografischen Ansatz gewinnen wir einen einzigartigen Blick hinter die Werte, Wünsche und Motive der relevanten Zielgruppen. Leistungsträger der Reiseindustrie können dadurch ihre Kommunikation und Produktentwicklung noch besser auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden zuschneiden“, erläutert Dr. Dennis Hürten, Geschäftsführer von Trendscope, die Analyse.

www.reisetypen.de

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