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So hat Schwäbisch Hall auf Corona reagiert

BSH
Zurückliegende Corona-Kampagne von Schwäbisch Hall: "Mit diesem Aufruf haben wir Ende August mehr als 65 Millionen Menschen erreicht." © BSH

Kampagnen stoppen, Kampagnen abändern oder gar Corona in die Markenkommunikation aufnehmen? Die Verantwortlichen auf Unternehmensseite mussten sich diese und weitere Fragen in den vergangenen Monaten mehrfach stellen. Gegenüber der absatzwirtschaft erklärt Dr. Mario Thaten, Head of Strategy, Marketing and Digital der Bausparkasse Schwäbisch Hall, zu welchen Antworten er gekommen ist.

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Von Dr. Mario Thaten

Gleich zu Beginn haben wir unser Unternehmen vor der anrollenden Coronavirus-Pandemie schützen müssen: Abstands- und Hygieneregeln einführen, die wesentlichen Projekte und Aufgaben in einen remote-Zustand überführen und die IT innerhalb von Tagen umrüsten für einen nahezu kompletten Homeoffice-Betrieb.

Gerade deshalb war uns marketingseitig schnell klar, dass wir unsere geplanten Kampagnen so nicht weiterlaufen lassen konnten. Daher haben wir ad hoc alle geplanten Werbemaßnahmen gestoppt und mit dem bundesweiten Lockdown gemeinsam mit unserem Agenturpartner Ogilvy die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, die Kontaktbegrenzungen ernstzunehmen.

Kampagnenmotiv während Corona der Bausparkasse Schwäbisch Hall (Quelle: BSH)

Die bereits gebuchten Platzierungen haben wir mit in einem buchstäblich über Nacht gebastelten TV-Spot belegt, um die “wichtigste Botschaft der Welt” zu senden: “Bleibt zu Hause! … Denn zu Hause passieren ohnehin die wichtigsten Dinge im Leben.” Dass wir damit richtig lagen, haben uns die vergangenen Monate eindrücklich gezeigt. Ablesen kann man das auch an unseren Zahlen: Innerhalb einer Woche haben wir mit dieser Ad-hoc-Kampagne elf Millionen TV-Zuschauer erreicht und auch online eine tolle Resonanz erzielt.

Zuhause als perfekter Ort für den Sommerurlaub

Auf dem spontanen Appell im März baut auch unsere aktuelle Online-Kampagne auf, in der wir das Zuhause als perfekten Ort für den Sommerurlaub feiern. Die Botschaft lautet jetzt: “Du kaufst kein Haus. Du kaufst den Ort, der alles hat, was du für einen perfekten Sommer brauchst.” Mit diesem Aufruf haben wir Ende August mehr als 65 Millionen Menschen erreicht.

Den Claim verbinden wir mit konkreten Tipps und Hinweisen, was man in und um die eigenen vier Wände alles erledigen – und genießen – kann. Die Themenbreite reicht von der Terrassengestaltung bis zum Baumhausbau, vom ordentlichen Arbeitszimmer bis zum Austausch der Ölheizung und der Anleitung, in welchen Schritten man eine komplette energetische Sanierung durchführt – von der Planung bis zur Einreichung der Förderunterlagen.

7000 Finanzierungen über Videoberatung

Tipps alleine reichen allerdings nicht immer aus: Wer in diesen Zeiten den Bau oder Kauf seiner Immobilie finanzieren oder sein Haus modernisieren will oder muss, benötigt trotz Kontaktbe­schränkung eine fachkundige Beratung und Betreuung. Schwäbisch Hall hat daher in kürzester Zeit die bundesweit 3300 Finanzierungsexperten für Videoberatungen mit ihren Kunden geschult und die entsprechende Software ausgerollt. Damit konnten und können die Berater von Schwäbisch Hall auch in der Corona-Krise für ihre Kunden da sein, um bei Fragen zu Baufinanzierungen oder Bauspar­verträgen schnell weiterhelfen zu können.

BSH-Manager Thaten: “Schwäbisch Hall hat in kürzester Zeit
3300 Finanzierungsexperten für Videoberatungen
mit ihren Kunden geschult.”

Die Kunden nutzen einfach den Link in der Termineinladung und können eigene Unterlagen und Dokumente gemeinsam anschauen und mit ihrem Berater bearbeiten. Seit März haben wir so rund 7000 Finanzierungen allein über Videoberatung ermöglicht. Damit wird klar, dass wir und unsere sieben Millionen Kunden auch künftig an diesem Beratungskanal festhalten werden.


In unserer jüngsten Serie “Marke post Corona: Learnings aus der Krise” berichten Marketingverantwortliche über ihre Erfahrungen und Lehren aus der Corona-Zeit. Hier finden Sie alle acht Beiträge der Reihe im Überblick.

Alle Beiträge aus der Serie “Marke post Corona: Learnings aus der Krise”:

Folge 1: Hornbach-Marketingchef: Machen hilft gegen den Lagerkoller
Folge 2: Schöffel-Marketingchef: Aus “Ich bin raus” wurde “Ich bleib drin”
Folge 3: Hugo-Boss-Interimschef: Drei Erkenntnisse aus der Corona-Krise
Folge 4: Rügenwalder-Chef: “Corona hat uns agiler gemacht”
Folge 5: Audi-Vorständin Wortmann: Corona als Katalysator
Folge 6: Burger-King-Marketingchef: Als Team durch die Krise
Folge 7: AOK-Manager Plesker: Vier Erkenntnisse aus der Corona-Krise
Folge 8: Paulaner-Marketing: Wenn ein kompletter Absatzkanal wegbricht

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Kommunikation

“Marke post Corona” – Serie über die Learnings aus der Krise

In unserer Serie "Marke post Corona: Learnings aus der Krise" berichten Marketingverantwortliche über ihre Erfahrungen und Lehren aus der Corona-Zeit. Hier finden Sie alle acht Beiträge der Reihe im Überblick. mehr…



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