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Snapchat führt “unskippable” Spots ein: Laut Studie überspringt jeder zweite Deutsche Werbespots

Überspringbare Werbung auf YouTube

Eine Studie von Magna und IPG Media Lab zeigt, wie sich Nutzer gegenüber überspringbaren Werbespots verhalten. Effektiv sind demnach 6-sekündige Videos, die sich nicht "skippen" lassen. Das soziale Netzwerk Snapchat hat die Art der Werbung am heutigen Dienstag eingeführt.

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Lassen sich Werbespots vor Videos überspringen, nutzen hierzulande die Hälfte der Nutzer diese Möglichkeit. Damit liegt Deutschland noch im werbefreundlicherem Feld, wie eine Studie von Magna und IPG Media Lab zeigt. In den USA überspringen 57 Prozent die Werbung, in Malaysia sind es 63 Prozent. Das liegt aber offenbar an den dort überwiegend verbreitetenden langen 30-sekündigen Spots. Befragt wurden über 21.000 Personen aus zehn Länder.

Durchschnittlich warten die Zuschauer 2,2 Sekunden nach dem der Skip-Button bei einer 15-Sekunden Werbung erscheint, bis sie ihn anklicken. Der meistgenannte Grund dafür ist, dass man Werbung generell überspringt. In Deutschland gaben das 60 Prozent der Befragten an. Für knapp ein Viertel war das Gesehene nicht relevant genug. Besonders in asiatischen Ländern sticht heraus, dass die Nutzer die Werbung für zu lang empfunden haben und sie deshalb übersprungen haben. Die meistgenannten Gründe für das Sehen des gesamten Spots sind, dass die Werbung kurz genug war, dass sie unterhaltsam war oder dass der Zuschauer mit der Marke sympathisiert.

Die Macher der Studie empfehlen zum Beispiel auf 6-Sekunden Spots zu setzen, da sie nahezu den gleichen Effekt haben wie 15-Sekunden Spots, die fast dreimal so lang sind. Passend dazu hat Snapchat heute damit begonnen in den USA solche nicht überspringbaren sechssekündigen Werbespots in den Discover-Stories der Medienpartner zu testen, wie Adage berichtet. Zu Beginn werden Filme wie “Deadpool” und “Adrift” beworben, genauso wie Produkte von Samsung und Dr. Pepper. Marken waren nicht glücklich, dass die Spots im Durchschnitt nur knapp zwei Sekunden angesehen wurden, wie einer der Werbekunden Adage mitteilte.

Aktualisierung, 15.05.2018 20:30 Uhr: Bei den nichtüberspringbaren Snapchat-Werbespots handelt es sich lediglich um einen Test in den USA. Wir haben den Artikel dahingehend korrigiert.

(lk)

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