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Selbstmanagement: So entdecken Sie Ihre wahre Stärke

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Aus Talenten Stärken entwickeln

Jeder Mensch hat viele Talente. Doch nicht selten sind sie verborgen. Das heißt, die betreffenden Personen sind sich ihrer vielfach nicht bewusst; zumindest werden sie nicht aktiv genutzt. Also tragen sie auch keine Früchte.

Talente erkennt man in der Regel daran, dass einem Menschen eine Tätigkeit leicht von der Hand geht und sie ihm Spaß macht, weshalb auch die Resultate überdurchschnittlich sind. Ähnlich wie dies bei jungen Sport-Talenten der Fall ist, die auch ohne ein gezieltes Training in einer Sportart deutlich bessere Leistungen als ihre Altersgenossen erbringen. Ein Talent ist jedoch noch keine Stärke. Zu einer Stärke wird ein Talent erst durch systematisches Training und Erfahrung – weshalb sich mit der Zeit auch immer bessere Ergebnisse einstellen, was wiederum die eigene Motivation erhöht.

Die Stärken analysieren

Diesen Entwicklungsprozess kann jeder Mensch bei sich in Gang setzen, indem er ermittelt, wo seine Talente und Stärken liegen; beispielsweise indem er – alleine oder unterstützt von einem Coach – mit Blick auf die eigene Biografie analysiert, was sind

  • meine bereits genutzten Stärken – also die Fähigkeiten, auf die ich oft und gerne zurückgreife, weil sie mir leicht fallen und ich damit gute Ergebnisse erziele,
  • meine bisher (weitgehend) ungenutzten Stärken – also die Fähigkeiten, die ich noch nicht so oft einsetze, wie ich dies könnte oder gerne täte,
  • meine Schwachpunkte – also die Tätigkeiten, die mir weniger leicht von der Hand gehen und bei denen ich keine Top-Ergebnisse erziele, weil gewisse Fähigkeiten oder Eigenschaften, die hierfür nötig wären, bei mir eher gering ausgeprägt sind, und
  • meine überzogenen Stärken – also die Fähigkeiten, die bei mir zu stark ausgeprägt sind, was mir manchmal sogar Probleme bereitet, weil ich sie zum Beispiel auch bei Aufgaben einsetze, bei denen dies nicht zielführend ist.

Ein Stärkenprofil erstellen

Doch mit dieser Analyse ist nur der erste Schritt zum Ermitteln und Entwickeln Ihrer Stärken getan. Denn generell lassen sich fünf Arten von Stärken unterscheiden. Neben analytischen gibt es entdeckende, praktische, kooperative und stabilisierende Stärken. Und abhängig davon, welchem Stärkenbereich die meisten Stärken eines Menschen zuzuordnen sind, fallen ihm auch bestimmte Arten von Aufgaben und Tätigkeiten eher leicht oder schwer. Deshalb sollten Sie sich bezogen auf die mit Hilfe der Stärkenmap ermittelten Stärken zudem fragen: Um welche Art von Stärke handelt es sich hierbei? Recht einfach gelingt Ihnen die Zuordnung, indem Sie zum Beispiel überlegen: Welche Eigenschaften würde ich mir aufgrund dieser Stärke zuschreiben? Angenommen die Antwort lautet „Ich bin reflektiert“ oder „Ich arbeite genau“. Dann handelt es sich hierbei um eine analytische Stärke. Angenommen die Antwort lautet „Ich bin wissensdurstig“ oder „Ich bin innovativ“. Dann deutet dies auf eine entdeckende Stärke hin.

Die individuellen Stärken mit System entwickeln

Hierauf aufbauend können Sie sich dann wiederum alleine oder im Dialog mit einem Coach fragen: Welche Aufgaben sollte ich künftig verstärkt übernehmen, damit ich meine Stärken noch besser oder umfassender nutzen kann? Außerdem: Was sollte ich künftig weniger tun, weil dies, salopp formuliert, nicht „mein Ding“ ist? Wenn die Ergebnisse vorliegen, können Sie zum Beispiel das Gespräch mit Ihrem Kollegen oder Ihrem Lebenspartner suchen, um gemeinsam zu einer neuen Aufgabenverteilung zu gelangen, die Ihrer beider Stärken mehr entspricht.

Ein Gewinn für alle Beteiligten

An Ihrem Arbeitsplatz kann dies die Übernahme neuer Aufgaben sein, die sich mehr an Ihren Stärken orientieren. Das hat den Vorteil, dass Sie beim Wahrnehmen Ihrer Aufgaben intrinsisch motiviert sind, weil sie Ihnen leicht von der Hand gehen und Sie dabei überdurchschnittlich erfolgreich sind – wovon auch das Unternehmen profitiert. Also haben Sie auch mehr Erfolgserlebnisse und Ihr Job verschafft Ihnen mehr Befriedigung – insbesondere dann, wenn Sie zudem von Ihrem Umfeld ein positives Feedback erhalten. Dann fragen Sie sich nahezu automatisch:

  • Wie kann ich die betreffende Aufgabe künftig noch besser machen? Und:
  • Bei welchen anderen Aufgaben kann ich meine Stärken noch entfalten?

Sie zeigen also mehr Eigeninitiative und -verantwortung, und dies führt mittelfristig auch zu einer Entlastung Ihrer Führungskraft, da sie weiß: Bei Ihnen ist ein bestimmter Typ Aufgaben in den allerbesten Händen. Sie sind sozusagen der Spezialist hierfür.

Aus Stärken-Bewusstsein folgt Selbst-Bewusstsein

Ein gezieltes Stärkenmanagement wird in unserer von rascher Veränderung und geringer Planbarkeit geprägten Welt für den (Lebens-)Erfolg immer wichtiger. Denn in ihr stehen wir häufiger vor neuen Herausforderungen – Herausforderungen, die von uns erfordern, dass wir unser bisher gewohntes Verhalten überdenken und gegebenenfalls verändern. Das kann uns schnell verunsichern und im Extremfall in Lebenskrisen stürzen. Kennen wir jedoch unsere Stärken, dann sind wir auch entsprechend selbst-bewusst. Das heißt, wir wissen einerseits, worin wir richtig gut sind und welche Herausforderungen wir folglich beherzt und voller Zuversicht angehen können; wir wissen andererseits jedoch auch, bei welchen Aufgaben wir uns eine tatkräftige Unterstützung organisieren sollten, damit wir sie bewältigen und unsere Lebensvision Realität wird.

Frank Rebmann, Stuttgart, arbeitet als (Führungskräfte-)Trainer, Berater und Coach für Unternehmen. Als solcher hat er sich auf das Themenfeld „Stärkenmanagement“ spezialisiert. Im August 2017 erschien im Campus-Verlag sein Buch „Der Stärken-Code: Die eigenen Talente entschlüsseln, anerkennen und weiterentwickeln“.

Zuerst erschienen bei Marconomy.de 

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