Schwerpunkt New Work: Schöne neue Arbeitswelt?

Die September-Ausgabe der absatzwirtschaft beleuchtet die unterschiedlichen Facetten von New Work, von Führungskultur über Co-Working und Workation bis zum Tabuthema Mental Health.
Thomas Thieme: „Aufzuhalten ist der Wandel der Arbeitswelt jedenfalls nicht. Also gehen wir’s an!" ©privat

Eines vorweg: New Work ist nicht neu und es bedeutet auch keine Revolution der Arbeitswelt. Aber es kann ein Teil der Antwort auf die Frage sein, wie wir mit den tiefgreifenden Veränderungen fertigwerden, die unser Arbeitsleben erschüttern. Da wären: digitale Transformation, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Krieg, Pandemie und andere Krisen. Das alles verunsichert Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen.

Die unterschiedlichen Methoden aus dem Instrumentenkasten von New Work sind spätestens seit Corona in aller Munde. Dabei waren sie lange vorher da, wurden nur nicht konsequent eingesetzt, wie das Beispiel Remote Work zeigt. Oder hätte 2019 ernsthaft jemand geglaubt, dass sich ein maßgeblicher Teil des Wirtschaftslebens ins heimische Wohn- oder Schlafzimmer verlagern lässt?

Jede*r versteht etwas anderes unter New Work

Beim Versuch, New Work zu definieren, zeigt sich: Jede*r versteht etwas anderes darunter oder setzt unterschiedliche Schwerpunkte. Auf den Punkt bringt es Regina Cordes im Interview. Die Professorin hat den ersten Studiengang New Work in Deutschland mitinitiiert.

In unserem Schwerpunkt beleuchten wir verschiedene Facetten, etwa die Wahl des Arbeitsortes vom Büro über das Homeoffice bis zum Co-Working-Space. Wir widmen uns dem Thema Führungskultur und zeigen, wie Agenturen New-Work-Tools für sich nutzen. Wir rücken aber auch einen Bereich ins Licht, der bislang viel zu oft im Schatten lag: Mental Health. Denn selbst die beste Arbeitsorganisation nützt keinem Unternehmen, wenn es nicht auf körperlich und seelisch gesunde Mitarbeitende zählen kann.

Wie es nach Corona weitergeht? Aufzuhalten ist der Wandel der Arbeitswelt jedenfalls nicht. Also gehen wir’s an!

Viel Spaß bei der Lektüre.

Thomas Thieme

Redakteur absatzwirtschaft
t.thieme@handelsblattgroup.com