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Reiseveranstalter müssen ihre Etats überdenken

Bei der Urlaubsbuchung ist das Internet weiter auf dem Vormarsch. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Internetnutzung geradezu verdoppelt: Von 12,2 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2003 auf 24,6 Prozent im vergangenen Jahr. Dies geht aus einer aktuellen Repräsentativbefragung der BAT Stiftung für Zukunftsfragen hervor, in der 2 000 Personen ab 14 Jahren nach ihren wichtigsten Informationsquellen für die eigene Reiseentscheidung befragt wurden. „Die Reiseveranstalter werden ihre Etats für Information und Werbung grundlegend überdenken müssen“, so Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, Leiter der Zukunftsstiftung. „Die Kosten für teure Hochglanz-Ausgaben werden fragwürdig, wenn mittlerweile andere Werbemedien in Internet, Fernsehen und Zeitungen wirkungsvoller sind.“

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von Sandra Fösken

Dies bestätigt Christian Krause, Marketingleiter beim ADAC Verlag. „Die Fremdenverkehrsämter, Regionen und Hotels sind gezwungen, ihren Internetauftritt zu professionalisieren und über Medienkooperationen (Plattformen) nachzudenken“. „Aber“, schränkt Krause sein, „es gibt nach wie vor ein Drittel der Urlaubsreisenden, die über ein Reisebüro buchen und dort eben auch die Kataloge nutzen -speziell bei Fernreisen.“ Das Internet habe seine Grenzen bei der Informationsverdichtung und -bewertung.

„Wer kannn schon alle Informationen sammeln, vergleichen und objektiv bewerten? Die Internetuser nicht, sondern nur die guten Reisezeitschriften“, so Krause. Die Reisezeitschriften-Marken seien gefordert, Offline und Online aus einer Hand anzubieten, nicht nur in Form von weiterführenden Informationen, sondern mit professionellen Reisetools für Buchungen, Reservierungen und Vernetzungen. En vogue sind derzeit Community-Tools. „Geo“ hat Anfang des Jahres seinen Internetauftritt optimiert, „Merian“ ist dabei. Das „ADAC Reisemagazin“ hat bisher nur einen knappen Internetauftritt, der aber ausgebaut werden soll. Auf die enge Kommunikation mit ihren Lesern setzen auch die Reisebuchverlage.

Zu den Vorreitern gehört der Individualreiseführer-Verlag Michael Müller. Leser und Reisebuchautoren ergänzen regelmäßig online die Inhalte. In den jeweiligen Diskussionsforen tauschen sich die User über Reisetipps aus und Linkverzeichnisse helfen den Informationssuchenden die Recherche weiter zu vertiefen. Fazit: Print und Online bedienen unterschiedliche Mediennutzungsinteressen. „Merian“-Chefredakteur Andreas Hallaschka formuliert es so: „Merian wird auf ein sinnliches Erlebnis hin gemacht. Es ist ein Reisemagazin, das vor allem zur Inspiration dient. Der Leser soll das Gefühl haben, da gewesen zu sein und die Reise erlebt zu haben.“

Mehr dazu gibt es in der aktuellen Ausgabe der absatzwirtschaft 5/2008 (ET: 24. Mai 2008).

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