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Red Bull erhält Deutschen Marketing-Preis 2001

Lang anhaltenden Applaus gab es für einen Preisträger, der von sich behauptet, alles anders machen zu wollen.

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Dass Red Bull im Marketing tatsächlich alles anders macht, zeigte die Präsentation vor Fachpublikum am 29. Deutschen Marketing-Tag.
Mit einem Mix aus klassischen Werbespots, sofern man die kleinen die Trickfilm-Episoden so nennen kann, Events, Sportsponsoring und Sampling, also die Produkt-Verkostung vor Ort, „überall dort, wo erschöpfte Menschen anzutreffen sind“, erobert das österreichische Unternehmen seit über einem Jahrzehnt Marktanteile in einem Markt, den es sich selber geschaffen hat. Mit einer klaren Botschaft „Red Bull verleiht Flügel“ und einer stringent verfolgten Markenpolitik, ist es dem Unternehmen gelungen, ein hochpreisiges und neues Produkt über 13 Jahre international zu etablieren.

Mit 1200 Mitarbeitern erzielt Red Bull aktuell in über 50 Ländern einen Umsatz von 800 Mio. EUR, davon 20 Prozent in Deutschland. Die Investitionen in Marke und Marketing sind hoch aber erfolgreich: 93 Prozent Markenbekanntheit in der Zielgruppe der 16-29jährigen und 77 Prozent Marktanteil wurden in Deutschland erreicht. Zwischen 80 und 90 Prozent der Kunden sind dabei Wiederverwender.

Obwohl als Modeerscheinung verdächtigt, ist Red Bull zu einer Marke mit konstantem Wachstum geworden. Seit dem Markteintritt in Deutschland 1994 steigerte sich der Pro-Kopf-Verbrauch von 0,7 auf 2,1 der silberblauen Dosen.
Das Vertrauen dieser äußerst loyalen Konsumentenbasis in das Wirkungsversprechen des Produkts wird auch psychologisch gestützt – vom Preis. Red Bull betreibt eine absolute Premium-Preispolitik und ist das mit Abstand teuerste alkoholfreie Getränk am Markt.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Derzeit fließen über das ganze Unternehmen hinweg etwa 30 Prozent in die Werbung. Insbesondere im Zuge der Internationalisierung seien die Werbeaufwendungen derzeit noch recht hoch, so der Erfinder von Red Bull, Dieter Mateschitz. Dabei setze man im Zuge der internationalen Expansion nur bedingt auf Distributionspartner. Eigenes Vertriebspersonal ist Mateschitz am liebsten, da diese die nötige Motivation, Kapazität und Identifikation mitbringe und das Produkt Red Bull die höchste Priorität einräume.

Nach der Präsentation schienen rund 870 Marketing-Experten unisono zu fühlen: Der Deutsche Marketing-Preis, von den Juryvorsitzenden Dr. Rüdiger Kapitza (halb rechts) und DMV-Präsident Prof. Dr. Klaus E. Goehrmann (rechts)an Dietrich Mateschitz überreicht, geht in die richtigen Hände: Einem innovativen, frischen Unternehmen ohne Scheuklappen, dass auch in schweren Zeiten nur eines kann: Positiv denken und immer wieder nach erschöpften Kunden Ausschau, denen man mit 0,25 Liter Flügel verleihen kann.

www.redbull.de

Ergebnisse des 29. Deutschen Marketing-Tages hier.

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