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Qualität und Preis für junge Konsumenten am wichtigsten

Die Verantwortung für die Verbreitung eines nachhaltigen Lebensstils sehen die befragten 18- bis 25-Jährigen in erster Linie bei der Politik. © Unsplash/Markus Spiske

Für junge Konsumenten spielt Nachhaltigkeit der Produkte eine große Rolle. Viele sind bereit, beim Einkauf dafür tiefer in die Tasche zu greifen. In der Verantwortung für einen nachhaltigen Lebensstil sieht sich die Generation Z aber nicht sich selbst – sondern andere.

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Junge Erwachsene in Deutschland legen beim Einkauf zwar Wert auf die Nachhaltigkeit der Produkte, wichtiger sind ihnen allerdings Qualität und Preis. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch veröffentlichte Befragung der Unternehmensberatung PwC.

Die Verantwortung für die Verbreitung eines nachhaltigen Lebensstils sehen die befragten 18- bis 25-Jährigen in erster Linie bei der Politik. Nur 13 Prozent sind der Meinung, dass sie selbst als Konsumentinnen und Konsumenten verantwortlich sind. Jeder Vierte sehe in erster Linie die Regierung in der Verantwortung, für 19 Prozent sei dies die Aufgabe der Hersteller.

Zwei Drittel finden Nachhaltigkeit wichtig

Knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten hätten angegeben, dass Nachhaltigkeit für sie eine Rolle beim Einkaufen spiele, berichtete PwC. Mehr Gewicht hätten hingegen Qualität und Preis. Für 41 Prozent sei die Qualität das Hauptkriterium bei der Produktwahl, bei 34 Prozent sei es der Preis. Nachhaltigkeit folge mit acht Prozent auf Rang drei. Für fünf Prozent sei die Marke das wichtigste Kaufkriterium.

Vielen jungen Menschen seien nachhaltige Produkte zu teuer. Auf die Frage, wieso sie nicht noch mehr nachhaltige Produkte kauften, hätten 61 Prozent den Preis genannt. Am ehesten würden die Befragten für langlebige und reparaturfähige Produkte tiefer in die Tasche greifen. Knapp 90 Prozent seien bereit, dafür einen höheren Preis in Kauf zu nehmen.

Mangelndes Vertrauen in Gütesiegel

Aber nicht nur der Preis, sondern auch eine zu geringe Auswahl an nachhaltigen Optionen sowie mangelndes Vertrauen in Gütesiegel und Herstellerangaben hindere die sogenannte Generation Z daran, öfter nachhaltige Produkte zu kaufen, betonte PwC. Gut jede Dritte finde, dass es zu wenig Auswahl an nachhaltigen Optionen gibt. Ein Viertel nenne das fehlende Vertrauen in Gütesiegel oder die Angaben der Unternehmen als Grund, wieso er oder sie keine oder nicht mehr nachhaltige Waren kauft.

Für die Umfrage wurden vom 10. bis 13. September 1001 Bundesbürgerinnen und -bürger im Alter zwischen 18 und 25 Jahren befragt. Die Fragen lauteten: Bitte gib an, wie wichtig Dir die folgenden Faktoren beim Kauf von Produkten sind (z.B. Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik und Körperpflege). Die Antwortmöglichkeiten waren: sehr wichtig, wichtig, eher wichtig, eher nicht wichtig, nicht wichtig, überhaupt nicht wichtig.

he/dpa

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Kommentare

  1. Das Ergebnis ist leider nicht wirklich verwunderlich. Die Diskrepanz zwischen sozial erwünschter Einstellung und dem tatsächlichen (ggf. mit persönlichen Nachteilen verbundenem) Verhalten zeigt sich also auch bei der Generation von Fridays for Future. Interessant wären in diesem Zusammenhang weiterführende Analysen zu möglichen Unterschieden in den Konsumgewohnheiten der jungen Generation (z. B. zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung, regionale Unterschiede etc.).

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