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Profit durch Wachstum im Digitalen: Wie der stationäre Handel das Beste aus zwei Welten vereinen kann

Der Digital Commerce machte in Deutschland im vergangenen Jahr laut Handelsverband Deutschland einen Umsatz von rund 53 Milliarden Euro und steigerte diesen damit zum Vorjahr um rund zehn Prozent. Der stationäre Einzelhandel kann vom Wachstum der Digitalen profitieren, hat aber Aufrüstungsbedarf. Ein Beitrag von Conrad Wrobel (emgress), Stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Digital Commerce.

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Es ist für kleine und mittlere Stationärhändler wichtig, sich zuerst über die Möglichkeiten im Digital Commerce bewusst zu werden sowie über dessen Vor- und Nachteile. Denn der digitale Handel ist kein Allheilmittel. Nicht die Digitalisierung alleine kann zu einem erfolgreichen Handelsgeschäft führen, sondern die Vernetzung der Vorteile der Digitalisierung und des lokalen Handels gemeinsam.

Anschließend sollten erste Umsetzungsszenarien angegangen werden, bei denen allerdings immer ein Gesamtkonzept im Hinterkopf behalten werden sollte. Silodenken ist unbedingt zu vermeiden! Elementar für den Digital Commerce ist ein individuell passendes Warenwirtschaftssystem, welches es dem Händler erlaubt, dem Kunden reibungslos Bestell-, Produkt-, und Bestandsdaten zur Verfügung zu stellen. Somit kann sich der Kunde online in Echtzeit informieren.Ein nächster Schritt ist die Anbindung eines Teilsortiments an die großen Online-Marktplätze. Damit muss nicht in technische Infrastruktur, Hosting und Design investiert werden, da man von den finanziellen, personellen und technischen Ressourcen der Online-Marktplätze profitieren kann.

Wenn ein Teilsortiment erfolgreich online etabliert wurde, sollte sich der Händler über eine Vollsortiment-Lösung Gedanken machen. Dieser Schritt ist sorgfältig zu planen und sollte von individuellen Erfahrungswerten geprägt sein. Das Setzten und Einhalten von Zwischenzielen zur Kontrolle sind für diesen Vorgang unerlässlich.

Echte Bereitschaft zur Veränderung ist Voraussetzung

Als stationärer Händler muss es anschließend gelingen, ein besonderes Einkaufserlebnis anzubieten. Der Kunde muss sich den Kontaktweg deshalb aussuchen können (zum Beispiel stationärer Handel, Online-Shop, Katalog, Marktplätze etc.). Dafür ist es nötig, alle zur Verfügung stehenden Marketing- und Vertriebskanäle zu nutzen.

Hat nun eine größere Anzahl von stationären Händlern in einem Gebiet die obigen Schritte absolviert, sollten diese sich über Vorteile klarwerden, die sie durch eine Zusammenarbeit erzielen könnten. So könnten zum Beispiel gemeinschaftliche Logistiklösungen erarbeitet werden, die eine Lieferung am gleichen Tag (Same Day Delivery) ermöglichen, wie es auch die BVDW-Autoren im neuen Leitfaden „Connected Commerce“ mit ihrem 8-Schritt-Modell empfehlen.

Schlussendlich können aus der Digitalisierung des stationären Handels heraus neue Geschäftschancen entstehen. Diese gilt es durch Datenanalyse zu erkennen und daraus neue Services für die Kunden zu entwickeln.

Connected Commerce erzielt nachweislich Umsatzsteigerungen und erfüllt die aktuellen Erwartungshaltungen der Kunden. Allerdings sind teilweise hohe Investitionskosten notwendig und das komplette Unternehmen muss für diesen Veränderungsprozess bereit sein, sowie diesen mit „Leben“ füllen, damit echte Mehrwerte und vor allem höhere Umsätze und Gewinne erzielt werden können. Es zählt wie üblich, aus Misserfolgen zu lernen und konsequent die eigenen Ziele zu verfolgen.

Über den Autor: Conrad Wrobel ist und seit 2007 in der Mobile-Branche tätig. Im Sommer 2011 gründete er zusammen mit zwei Partnern das Mobile-Beratungsunternehmen emgress und ist heute geschäftsführender Partner. Seit 2009 engagiert sich Wrobel über die Fokusgruppen Digital Commerce und Mobile in der Verbandsarbeit des Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und ist stellvertretender Vorsitzender der Fokusgruppe Digital Commerce im BVDW.

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