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Obstgarten von Danone zu Ehrmann

Das mittelständische Allgäuer Molkerei- und Familienunternehmen Ehrmann will offensichtlich die Marke Obstgarten vom französischen Nahrungsmittelmulti Danone kaufen. Das bestätigten zwei Sprecher beider Unternehmen gegenüber der Zeitung Allgäuer Allgemeine (AA). Der Kauf werde derzeit noch vom Bundeskartellamt geprüft.

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Der Fruchtquark Obstgarten wird bisher am Danone-Standort Rosenheim produziert. Dort sind Firmenangaben zufolge rund 200 Mitarbeiter tätig. Die Marke „Obstgarten“ macht dabei rund ein Sechstel der Produktion aus, wie es aus Branchenkreisen heißt. Darüber hinaus stellt Danone in Rosenheim unter anderem auch Hüttenkäse und Kräuterquark her.

Den Beschäftigten in Rosenheim soll durch den Verkauf kein Nachteil entstehen. „Arbeitsplätze sind nicht betroffen“, habe Danone-Sprecher Andreas Knaut versichert. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) dagegen bleibe skeptisch.

Aus Branchenkreisen heißt es laut AA, dass die Obstgarten-Produktion für mindestens ein Jahr in Rosenheim bleiben soll. Danach wolle sie Ehrmann selbst übernehmen. Ob davon der Standort in Oberschönegg profitieren könnte, sei noch nicht abzuschätzen. Derzeit seien in der Zentrale in Oberschönegg rund 460 Mitarbeiter beschäftigt.

Für Ehrmann arbeiten derzeit weltweit 1500 Mitarbeiter, aber das vor 91 Jahren als Ein-Mann-Betrieb gegründete Unternehmen expandiert. Im Jahr 2000 eröffnete die Firma einen Produktionsstandort bei Moskau und stieg nach eigenen Angaben zur Nummer zwei auf dem russischen Markt auf. Zuletzt wurde ein Produktionsstandort im US-Bundesstaat Vermont eingeweiht.

Ehrmann ist bekannt für klassische Milchprodukte. Neben Joghurtmarken wie Almighurt oder Früchtetraum gibt es zum Beispiel einen Pudding für Kinder. Die Traditionsmarke ,Obstgarten‘ passt also gut in das Portfolio. Der Fruchtquark gilt ebenfalls als klassisches Milchprodukt. Hier liegen offensichtlich die Gründe für den Obstgarten-Verkauf durch Danone: Die Marke zähle nicht mehr zum Kerngeschäft, sagte der Danone-Sprecher. Der Lebensmittelkonzern mit Marken wie Actimel, Activia und Fruchtzwerge hat sich zuletzt vermehrt auf Produkte spezialisiert, denen ein gesundheitlicher Mehrwert zugesprochen wird.

Umgekehrt ging übrigens die insolvente Kemptener Fleischereibetrieb Allgäu Fleisch GmbH an einen Großen der Branche: Neuer Eigentümer ist die Tönnies Gruppe aus Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen. Die Tönnies Gruppe erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 3,9 Milliarden Euro. Firmengründer Clemens Tönnies ist auch Aufsichtsratsvorsitzender des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04.

www.danone.de

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