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Neukunden erhöhen den Bruttowerbedruck

Kinowerbung generierte im Jahr 2010 einen deutlich höheren Bruttowerbedruck als in den Jahren davor. Den Zuwachs gegenüber dem Jahr 2009 gibt das Marktforschungsunternehmen Nielsen mit 12,2 Prozent (8,8 Millionen Euro) an. Die Gesamtsumme der Ausgaben für Werbung in deutschen Lichtspielhäusern belief sich auf 81,2 Millionen Euro. Die aktuelle Studie „Kino Box Office Insights 2010“ zeigt weiter, dass insbesondere große Blockbuster und 3D-Filme die Besucher vor die Kinoleinwand gezogen und die Kinofans noch weit darüber hinaus bei Online-Diskussionen in sozialen Netzwerken beschäftigt hätten.

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Positive Impulse erhielten die Kino-Werbeumsätze laut Studie durch die Gewinnung zahlreicher Neukunden erhalten: 131 Unternehmen warben im Jahr 2010 erstmalig im Kino und investierten insgesamt 10,6 Millionen Euro für die Schaltung ihrer Kino-Spots. Auch die „Big-Spender“ des Marktes hätten auf Kinowerbung gesetzt. Bei 30,6 Prozent der Werbungtreibenden, die im Jahr 2010 insgesamt jeweils einen Bruttowerbedruck von über 25 Millionen Euro erzeugten, habe die Kinowerbung einen festen Platz im Media-Mix. Bei der Buchung von Kinowerbung zeigten sich über das Gesamtjahr hinweg außerdem einige Branchen besonders aktiv – allen voran Körperschaften, alkoholfreie Getränke sowie Spiele und Spielcomputer. Die zehn führenden Branchen der Kinowerbung generierten dabei mit ihren Werbeschaltungen nahezu 50 Prozent des gesamten Kinowerbedrucks. Der längste Werbefilm jedoch entstammte mit 9,5 Minuten für „Das grenzenlose Haus“ von Hornbach einer anderen Branche.

Anders als bei den anderen Medien seien die Werbeschaltungen im Kino deutlich stärker von saisonalen Gegebenheiten geprägt: Während im Sommermonat Juni zu Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft relativ wenig Werbung über die Kinoleinwände geflimmert sei, hätte Kinowerbung zur Vorweihnachtszeit Hochkonjunktur gehabt. Parallel wiesen die Besucherzahlen, die insgesamt über das Jahr gesehen rückläufig waren, in werbeintensiven Wochen, etwa anlässlich des Filmstarts von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1“, ebenfalls einen Peak aus. Übertroffen wurde der siebte Teil der Harry Potter-Saga (5,2 Millionen Besucher) laut Nielsen-Studie nur vom Science Fiction-Highlight „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ – dabei sahen sich von den knapp acht Millionen Besuchern rund 88 Prozent die 3D-Version des Films an. Der 3D-Trend habe sich dementsprechend auf allen Ebenen weiter durchgesetzt. Über ihre 3D-Erlebnisse diskutieren die Kinogänger intensiv im Internet, wobei für viele User die Qualität der Filme im Vordergrund stehe.

www.nielsen.de

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Digital

Von der Leyen

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