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Netflix und Amazon dominieren deutschen Streaming-Markt

Netflix
Amazon Prime Video liegt bei der Abonnentenanzahl vor Netflix und hat 1,22 Millionen aktive Nutzer mehr. © Imago

Die internationale Marketingberatung Kantar hat die Ergebnisse einer nun auch auf den deutschen Markt ausgeweiteten "Entertainment on Demand (EoD)"-Studie vorgestellt. Demnach besitzt derzeit rund die Hälfte aller Deutschen ein Streaming-Abonnement.

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Die Daten von Kantar beleuchten die gesamte Customer Journey im Bereich EoD in Deutschland. Hinsichtlich neuer Abschlüsse für SVOD-Anbieter* (Streaming auf Basis eines Abonnements) zeigen sich im ersten Quartal des Jahres 2021 folgende Trends:

  • Netflix: 24,4%
  • Amazon Prime Video: 24,0%
  • Disney+: 18,6%
  • TV Now Premium: 11,7%
  • Dazn: 7,7%
  • Sky Ticket: 5,2%

*Gratis- und Sonderangebote ausgeschlossen, Paketangebote inbegriffen

Ende März 2021 hatten laut der Kantar-Erhebung 49,2 Prozent der deutschen Haushalte SVOD-Abonnements abgeschlossen. Das dokumentiere einerseits die hohe Akzeptanz der Deutschen für kostenpflichtige Streamingdienste, zeige andererseits aber auch, dass die Angebote der Branche nach wie vor hohes Wachstumspotenzial besitzen, sagt Dominic Sunnebo, Senior Vice President für den Bereich Worldpanel bei Kantar.

Mit Blick auf Abschlüsse neuer Abonnements konnte Netflix die Spitzenposition im ersten Quartal 2021 knapp vor Amazon Prime Video behaupten. Amazon Prime Video hingegen liegt bei der Abonnentenanzahl insgesamt vor Netflix und hat 1,22 Millionen aktive Nutzer mehr als der Wettbewerber.

Amazon Prime Video profitiert während Pandemie

Amazon Prime Video profitiert laut der Kantar-Erhebung stark davon, ein Bestandteil der Prime-Mitgliedschaft zu sein. Prime habe durch die Covid-19-Pandemie und dem damit verbundenen Trend zu verstärktem Online-Shopping einen deutlichen Anstieg an Nutzerzahlen erfahren: Ende März 2021 hatten 46,4 Prozent der deutschen Haushalte eine Amazon-Prime-Mitgliedschaft abgeschlossen. Davon sind 71,7 Prozent aktive Nutzer von Prime Video – ein deutlich höherer Anteil als in Großbritannien oder in den USA. Ein interessanter Aspekt in diesem Zusammenhang: Nur rund ein Viertel der deutschen SVOD-Haushalte begnügt sich mit einem Streaming-Anbieter – immerhin 73 Prozent der SVOD-Haushalte haben bereits zwei oder mehr Streaming-Dienste abonniert.

Netflix-Kunden am zufriedensten

Während Amazon Prime Video im Bereich der Abonnentenzahlen führend ist, schneidet Netflix bei der Mitgliederzufriedenheit am besten ab. Netflix-Kunden schätzen insbesondere die Breite und Vielfalt des Angebots und die Menge selbstproduzierter Inhalte. Dagegen machten die deutschen Anbieter TV Now Premium und Joyn Plus+ beim Preisleistungsverhältnis das Rennen.

Mit Blick auf die Qualität des Angebots liegen Netflix und Disney+ nahezu gleich auf. Netflix‘ erklärtes Ziel, eine wachsende Anzahl an Neuveröffentlichungen bereitzustellen, scheint also Früchte zu tragen. “Denn die Zufriedenheit mit dem Angebot neuveröffentlichter Produktionen ist bei Netflix deutlich höher als bei den Wettbewerbern”, urteilt Kantar.

Verbraucher werden beim Streaming aktiver

Während die Marktdurchdringung von SVOD-Angeboten in Deutschland weiter steigt, gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass Verbraucher ihre Video-Streaming-Abonnements immer aktiver organisieren:

  • 14 Prozent der Konsumenten, die im ersten Quartal 2021 ein neues SVOD-Abonnement abschlossen, kündigten dafür ein bestehendes Abonnement.
  • Und 13 Prozent der Verbraucher, die dem SVOD-Markt zuvor komplett den Rücken kehrten, schlossen ein neues Abo ab und traten dem Markt wieder bei.

“Die Anzahl der SVOD-Optionen nimmt zu und zugleich fragmentieren die Angebote immer stärker. Daher suchen die Verbraucher nach Möglichkeiten, ihre Ausgaben zu begrenzen und gleichzeitig die Inhalte konsumieren zu können, die sie sich wünschen”, sagt Kantar-Experte Sunnebo. Dieser Trend werde sich “weiter beschleunigen und SVOD-Dienste zwingen, sich stärker als bislang auf Kundenbindung zu konzentrieren und ein langfristig interessantes Angebot zu entwickeln”.

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