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Mobile Shopping vor allem bei Männern im Trend

Nach einer schleppenden Entwicklung im Mobile Commerce in den vergangenen Jahren prognostiziert die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte für diesen Verkaufskanal ein starkes Wachstum in Deutschland. Gründe dafür sind laut einer aktuellen Befragung von mehr als 2 000 Konsumenten die hohe Smartphone-Verbreitung, die Verfügbarkeit leistungsfähiger mobiler Datennetze der dritten und vierten Generation und neue Applikationen wie Barcode-Scanning, standortbezogene Alerts oder Mobile Couponing. In den letzten zwölf Monaten hat sich die Mobile-Shopper-Zahl in Deutschland bei den Befragten mehr als verdoppelt – von sechs auf 13 Prozent, wobei besonders Männer diese Anwendungen nutzen.

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Zu den Ergebnissen der Studie „M-Commerce in Deutschland – Freundliche Aussichten für mobiles Einkaufen“ sagt Dr. Andreas Gentner, Partner und TMT Industry Leader EMEA bei Deloitte, dass Mobile Shopping langsam den Massenmarkt erobert. Einen besonders großen Anteil mache die Altersgruppe der 14- bis 28-Jährigen mit plus 21 Prozent aus. In der Unterscheidung zwischen den Geschlechtern seien die Männer vorne: 15 Prozent nutzten Mobile Commerce gegenüber zehn Prozent der Frauen. Kunden verwenden ihr Mobiltelefon laut Studie häufig zum Preisvergleich und für Produktinformationen vor Ort: Im Durchschnitt nutzen 13 Prozent der Befragten einen Preisvergleich, ebenso hoch ist die Zahl derer, die Produktbewertungen lesen. Hierfür stehen Smartphone-Applikationen bereit: Der Barcode-Scanner ist ein beliebtes Tool zum Abfragen von Produktinformationen wie Preisvergleich, Bewertungen oder Kalorienangaben – 41 Prozent der Befragten interessiert diese Applikation.

Standortbezogene Alerts benachrichtigen den Nutzer – was 32 Prozent der Befragten in Anspruch nehmen. Vorteil ist, dass die Alerts auf die Nutzerpräferenzen ausgerichtet werden. Sie werden zielgruppenorientiert vor allem bei Angeboten oder Sonderaktionen eingesetzt. Ein weiterer Trend ist das Mobile Couponing, hier erhält der Kunde eine elektronische Rabattmarke auf sein Mobiltelefon, die Einlösung erfolgt im Geschäft. Händler und Dienstleister setzen den Coupon vermehrt zur Kundengewinnung im stationären Handel ein. Der Funktionsumfang der Smartphones begünstigt die Entwicklung, denn deren GPS erkennt den genauen Standort des Nutzers, sodass Händler zielgerichtet Coupons versenden können. 48 Prozent der 14- bis 28-Jährigen haben schon ein- oder mehrmals Mobile Couponing genutzt. Im Gegensatz zu den Shopping-Applikationen ist das Kundeninteresse an mobilen Bezahldiensten bislang noch gering – insbesondere ältere Kunden sind skeptisch. Insgesamt sind nur 18 Prozent der Mobilfunknutzer an den Diensten interessiert, denn der Mehrwert von Mobile Payment ist vielen Nutzern noch unklar.

Onlinehandel generell im Aufwind

Wie eine aktuelle Sonderauswertung des E-Commerce-Centers Handel (ECC Handel) zum Onlineshopping zeigt, profitierte im zweiten Halbjahr 2011 besonders die Branche Heim und Garten von steigenden Umsätzen. Auch die Elektrowarenbranche, die im ersten Halbjahr über eine eher negative Umsatzsituation geklagt hatte, konnte während des gesamten zweiten Halbjahrs starke Umsätze verzeichnen. Die Auswertung der Vertriebswege zeigt, dass sowohl Multi-Channel-Händler wie auch Pure Player zulegen konnten. Im Vergleich der Größenklassen schneiden besonders Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern gut ab, und auch kleine Unternehmen bis 50 Mitarbeiter profitierten vom Jahresendgeschäft, obwohl sie ihre Umsätze wesentlich geringer eingeschätzt hatten als Vertreter der anderen Größenklassen.

Die Online-Ausgaben der deutschen Konsumenten haben sich im zweiten Halbjahr konsequent erhöht. Auch das traditionelle Sommerloch ist im Jahr 2011 im E-Commerce nahezu ausgeblieben. Diese Tendenz lässt sich auch in der Umsatzentwicklung der Online-Händler nachvollziehen. Nach einem leichten Umsatzrückgang im September stieg der vom ECC-Handel erhobene Konjunkturindex „e-KIX“ kontinuierlich bis Weihnachten an. Getragen wurde diese positive Entwicklung vor allem durch die Frauen und die Gruppe der Online-Shopper, die eher selten online einkaufen. Sie haben ihre Online-Ausgaben in den letzten Monaten deutlich gesteigert. Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass sich das Internet auch für die Silver Surfer, also die Internetnutzer ab 50 Jahren, mittlerweile selbstverständlich als weiterer Einkaufskanal im Alltag etabliert hat.

Im Gegensatz zu der sehr positiven Entwicklung der aktuellen Verkaufszahlen nahmen die Erwartungen bezüglich der Umsatzentwicklung 2012 tendenziell ab. Lediglich Multi-Channel-Anbieter, die sowohl online als auch stationär und über einen Katalog ihre Produkte anbieten, und die mittleren und großen Unternehmen rechneten zum Jahresende wieder mit steigenden Umsätzen. Die Online-Shopper zeigten hingegen recht deutliche Konsumabsichten. Bis einschließlich November gingen diese von eher steigenden als sinkenden Ausgaben für ihre Online-Käufe 2012 aus.

www.deloitte.de
www.ecc-konjunkturindex.de

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