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Mobile-Banking: Jeder Dritte achtet bei digitalen Finanzgeschäften zu wenig auf Privatsphäre

Viele Kunden vertrauen auf Mobile-Banking. Doch da liegen Gefahren © Fotolia 2014

Online-Banking ist für Bankkunden zum Alltag geworden. Nur noch zwölf Prozent der Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte ausschließlich offline. Smartphone und Tablet sowie deren exzessive Nutzung hat zum Siegeszug des Online-Bankings einen großen Beitrag geleistet. Immer öfter werden die persönlichen Finanzen daher auch mobil von unterwegs verwaltet - mit sicherheitsrelevanten Folgen.

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Jeder Zweite nutzt aus Bequemlichkeit Funktionen wie Autovervollständigungen zur Anmeldung beim Online-Banking oder anderen digitalen Finanzanwendungen, etwa paydirekt oder PayPal. Knapp ein Drittel der Deutschen tippt sensible Bankdaten im Beisein anderer Personen außerhalb der eigenen Familie ein. In der Gruppe der so genannten Digital Natives unter 35 Jahren tun dies sogar 56 Prozent. Dies sind Ergebnisse der Postbank Digitalstudie, für die 3.100 Bundesbürger repräsentativ befragt wurden.

Mehrheit erledigt Bankgeschäfte inzwischen nicht nur digital, sondern auch mobil

Zwei Drittel aller Bankgeschäfte erledigen die Bundesbürger mittlerweile digital. Selbst in der Altersgruppe ab 65 Jahren liegt der Anteil der Online-Banking-Nutzer bei 85 Prozent, bundesweit sind es 88 Prozent. Die Bankgeschäfte werden nicht nur immer häufiger digital, sondern von der Mehrheit der Deutschen inzwischen auch mobil erledigt. 47 Prozent greifen dafür auf eine App ihrer Bank zurück, weitere sieben Prozent setzen auf Lösungen anderer Anbieter. Neben Online-Banking-Apps etablieren sich immer mehr Anwendungen zum direkten Geldtransfer, insbesondere an Privatpersonen: Fast jeder dritte Bundesbürger nutzt paydirekt, Google Wallet und Co., um Schulden im privaten Umfeld zu begleichen.

Jeder zweite Deutsche nutzt Autovervollständigung für Online-Finanzdienste

Fast jeder zweite Bundesbürger nutzt eine Autovervollständigung für die Anmeldung beim Online-Banking oder anderen digitalen Finanzdiensten wie PayPal (48 Prozent). Unter den jungen Deutschen unter 35 Jahren sind es sogar 52 Prozent. „Automatische Vervollständigungsfunktionen für Online-Anmeldedaten sind mit Vorsicht zu genießen“, sagt Thomas Mangel, Chief Digital Officer bei der Postbank. Dem Experten zufolge sollten allenfalls spezielle Lösungen verwendet werden, für die ein Masterpasswort oder der persönliche Fingerabdruck des Nutzers notwendig ist. „Von einfachen Browservervollständigungen raten wir, vor allem wenn es um Anmeldedaten für Finanzservices geht, ab“, so Mangel.

Online-Banking auf der Arbeit, in der Supermarktschlange, in Bus und Bahn

Die Bequemlichkeit der Deutschen siegt auch in Bezug auf den Ort, an dem sie ihre Bankgeschäfte erledigen. Was früher in Ruhe von zu Hause am PC erledigt wurde, wird heute immer öfter im Beisein anderer, oft fremder Personen zwischendurch im Alltag erledigt. Jeder vierte Bundesbürger scheut sich nicht, seine Finanzen am Arbeitsplatz zu verwalten (27 Prozent), in der jungen Generation ist es sogar fast jeder Zweite (47 Prozent). Jeder fünfte Deutsche macht seine Online-Finanzgeschäfte in aller Öffentlichkeit, etwa in der Supermarktschlange, in Bus und Bahn oder auf öffentlichen Plätzen. Bei den Digital Natives ist es mit 36 Prozent sogar mehr als jeder Dritte.

Zur Studie: Für die Postbank Digitalstudie wurden im Frühjahr dieses Jahres 3.100 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie zum vierten Mal in Folge, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Deutschen in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt.

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