Suche

Anzeige

Mittelständler befürchten keine Nachteile bei Chaos-Brexit

Brexit
Ungeregelter Brexit: Die Mehrheit der Mittelständler ist gelassen. © Alexander Andrews / Unsplash

Die Mehrheit der mittelständischen Firmen in Deutschland sieht einem möglichen ungeregelten Brexit gelassen entgegen, wie aus einer Umfrage hervorgeht. Etwa ein Viertel der im September befragten 2000 Unternehmen rechnet mit Nachteilen.

Anzeige

Die Mehrheit der mittelständischen Firmen in Deutschland sieht einem möglichen ungeregelten Brexit gelassen entgegen. Rund 60 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen mit maximal 500 Millionen Euro Umsatz im Jahr befürchten keine negativen Folgen für ihre Geschäfte im Falle eines Austritts der Briten ohne Abkommen aus der EU, wie aus einer Umfrage der staatlichen Förderbank KfW hervorgeht. Etwa ein Viertel der im September befragten 2000 Unternehmen rechnet mit Nachteilen. Einige wenige (4 Prozent) versprechen sich Vorteile. Der Rest zeigte sich unentschieden.

“Kurz vor einem möglichen harten Brexit bleibt der deutsche Mittelstand weitestgehend gelassen: Nur einem kleinen Teil der Unternehmen treibt das Szenario Sorgenfalten auf die Stirn”, sagte KfW-Ökonomin Jennifer Abel-Koch.

Exportstarke Mittelständler sind pessimistisch

Einige beunruhigt dabei die Sorge um die deutsche Konjunktur. Andere wären auch direkt betroffen, etwa weil sie in das Vereinigte Königreich exportieren. Besonders pessimistisch sind exportstarke Mittelständler aus dem verarbeitenden Gewerbe. Unter ihnen erwarten mehr als 60 Prozent bei einem ungeregelten Austritt negative Folgen für ihr Geschäft.

Einige Dienstleister gehen dagegen davon aus, dass sie von einem harten Brexit profitieren könnten. So rechnen den Angaben zufolge beispielsweise manche Rechts-, Steuer-, und Wirtschaftsberatungen mit eher positive Effekten. Dabei dürfte der sinkende Wettbewerbsdruck durch britische Konkurrenten eine Rolle spielen. Hinzu käme der erhöhte Beratungsbedarf von Kunden, die ihre Geschäftsbeziehungen nach einem harten Brexit neu ordnen müssten, hieß es in der Studie.

Die Ergebnisse basieren auf einer ergänzenden Befragung zum KfW-Mittelstandspanel im Zeitraum vom 11. bis 23. September 2019 unter rund 2000 kleinen und mittleren Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 500 Millionen Euro.

dpa

Sie wollen weitere relevante Informationen und spannende Hintergründe für Ihre tägliche Arbeit im Marketing? Dann abonnieren Sie jetzt hier unseren kostenfreien Newsletter.

Anzeige

Kommunikation

Bruno Kollhorst

TK-Marketer Kollhorst: “Wir haben keine Kernzielgruppe”

Die Techniker Krankenkasse (TK) lässt ihre Azubis auf Snapchat agieren, entwickelt Alexa Skills und setzt auf E-Sports-Sponsoring. Im Interview spricht Bruno Kollhorst, Leiter Werbung und HR-Marketing, über innovatives Marketing im digitalen Wandel. mehr…



Newsticker

Deutsche Verbraucher sind besonders optimistisch

Die Verbraucherstimmung trotzt der Konjunktur: Während die Dänen am optimistischsten sind, machen die…

Carsten Schmidt hört als CEO bei Sky Deutschland auf

Carsten Schmidt gibt Ende 2019 seinen Posten als Vorsitzender der Geschäftsführung von Sky…

Lufthansa-Marketingchef Schlaubitz wird Agentur-CEO

Der Lufthansa-Manager Alexander Schlaubitz wird Chief Executive Officer der Lemon. Group Services GmbH…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige