Merkel und die Lesben, Apple und das Social Web, Penny und die Festivalbande

Ist Merkel lesbisch? Welche Marken beherrschen das Social Web? Wie sieht die Tankstelle der Zukunft aus? Und wie passen Supermarkt und Festival zusammen? Alle Antworten gibt es in unserem Wochenrückblick.

Die Idee der Woche: Die Tankstelle als Allround-Talent

Weil für Tankstellen der Sprit längst nicht mehr das Hauptgeschäft ist, haben sich die Marktforscher von Dialego mal ausgemalt, was man alles in Tankstellen-Shops anbieten könnte. Zum Beispiel könnten beim Konzept „Take That“ per Smartphone-App oder Telefon an der Tankstelle der Einkauf für den nächsten Tag bestellt werden: Frühstück, Getränke oder die Zeitschrift für den Abend – am Schalter oder Drive-In wird die Bestellung bezahlt und unter Vorlage eines Barcodes übergeben. Mit diesem Konzept könnten Tankstellen den Bäckern Konkurrenz machen und Kunden sich mit der App ihr Wunschbrötchen zusammenstellen lassen. Belag, Salatgarnitur und Sauce – alles soll übersichtlich anhand von Bildern ausgewählt werden können. Am Schalter der Tankstelle wird es frisch belegt und ist fertig, wenn der Kunde zum Abholen erscheint. Natürlich könnte sich der Kunde, bevor er wieder ins Auto steigt, auch noch schnell frisch machen: Dann wäre der Besuch einer „My home“-Tankstelle das richtige. Dialego stellt sich großzügige Kabinen vor, ausgestattet mit einer Waschmöglichkeit, einem Spiegel, einem gemütlichen Sessel und einem Dampfglätter für Kleidung. Auch Düfte und Kosmetikartikel sollen zum Kauf bereitstehen. Alle anderen verrückten Ideen hat das Handelsblatt zusammengefasst.

Der Aufschrei der Woche: Ist Merkel lesbisch?

Ob dieser 23-Sekunden-Clip schon bis ins Kanzleramt vorgedrungen ist? „JippieJayGay!“ Mit diesem Slogan und einem viralen Video-Hit wirbt der Berliner Startup-Verlag Tchakabum für sein neues Lesbenmagazin „Straight“. Und das mit Frau Merkel in der Hauptrolle.

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Angela Merkel – oder besser: eine Schauspielerin, die Merkel ähnlich sieht – mit einer Liebhaberin, die sich von hinten an die Kanzlerin anschmiegt – und ihren Nacken küsst. Zuletzt erst hatte Merkel in einem Interview mit dem deutschen Youtube-Star LeFloid betont: „Für mich persönlich ist Ehe das Zusammenleben von Mann und Frau“. Das Medien-Portal „Meedia“ zitierte Herausgeberin Felicia Munterer: “Während der Zeitschriften-Markt ein breites Angebot für Schwule bereithält, gibt es in Deutschland gerade mal ein einziges klar positioniertes Print-Magazin für die Zielgruppe der ca. zwei Millionen lesbischen und queeren Frauen”. Das erste Straight-Heft liegt seit dem 22. Juli 2015 mit einer Auflage von 15.000 Exemplaren bundesweit im Bahnhofs- und ausgewählten Pressehandel.

Die Meldung der Woche: Das sind die 20 wichtigsten Marken im Social Web

Beste Qualität, bester Service und bester Preis: Dieses Jahr ist Apple die beliebteste Marke der Verbraucher im deutschsprachigen Social Web. Dies ergab eine umfangreiche Sonderauswertung der Studie „Kundenlieblinge“ durch die dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor, bei der mehr als zwei Millionen Social-Media-Beiträge zu 500 Marken ausgewertet wurden. Der Elektronik-Konzern aus Kalifornien hat damit den Aufstieg vom dritten auf den ersten Platz geschafft und den Vorjahressieger Amazon auf Platz zwei verdrängt. Auf dem dritten Platz folgt Google (Vorjahr: Platz fünf). Facebook ist der zweite große Verlierer des 2015er-Rankings. Im vergangenen Jahr noch auf Platz vier rutscht das soziale Netzwerk um satte 13 Plätze ab. Opel kämpfte sich indes nach vorne: Die lange schwer gebeutelte Marke springt von Platz 29 auf 16. Mehr zum Ranking beim Handelsblatt und absatzwirtschaft online.

Die Innovation der Woche: Penny überzeugt junge Festivalgänger

Auf dem ehemaligen Militärflughafen in Weeze fand das Elektro-Festival „Parookaville“ statt – und auf dem Gelände glänzte ein Penny-Supermarkt. Auf dem 65.000 Quadratmeter großen Areal gab es einen über 1.000 Quadratmeter großen Store, der 400 verschiedene Lebensmittel und über 100.000 Liter Bier, Wasser und Saft bereit hielt. Mit 150 Mitarbeitern und durchgehenden Öffnungszeiten versuchte die Supermarktkette die junge Festivalkundschaft auch nachhaltig an sich zu binden. Mehr zur Geschichte und warum Penny nun auf die junge Zielgruppe setzt, gibt es hier.