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Mediennutzung: Das Wachstum der Podcasts geht weiter

Mittlerweile geben 17,4 Prozent der Befragten an, mindestens einmal pro Monat einen Podcast zu hören. © Unsplash/Jukka Aalho

Nachdem im Corona-Jahr 2020 vor allem Video-on-Demand-Angebote starke Zugewinne verzeichnen konnten, erzielten in diesem Jahr digitale Audio-Inhalte wie Podcasts den stärksten Nutzungsanstieg in Deutschland. Auch Musik-Streaming und Online-Banking legen zu.

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Im Vergleich zum Vorjahr hat die Nutzung von Podcasts mit 42,6 Prozent erneut deutlich zugenommen (2020: plus 34,1 Prozent; 2019: plus 44,4 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt der Convergence Monitor 2021, den das Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag der AGF Videoforschung erhoben hat. Die Studie liefert Zeitreihenvergleiche zu Trends und Entwicklungen in der Mediennutzung der Deutschen.

Mittlerweile geben 17,4 Prozent der Befragten an, mindestens einmal pro Monat einen Podcast zu hören. Von den 14- bis 29-Jährigen sind es schon 26,0 Prozent. “Mit dem steigenden Angebot und interessanten Inhalten entwickelt sich auch die Podcast-Nutzung stetig nach oben”, sagt Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung.

Smart Speaker werden häufiger genutzt

Beim Einsatz von Smart Speakern wie Amazon Echo/Alexa oder Google Nest ist das Abspielen von Musik, Hörspielen und ähnlichen Inhalten das beliebteste Feature (70,6 Prozent). An zweiter Stelle der Nutzung stehen Radioprogramme (54,3 Prozent) gefolgt von Wetterberichten oder Zeitangaben/Timer (je 44,0 Prozent). Erst an neunter Stelle rangiert mit 7,5 Prozent Smart Shopping, also das Bestellen und Einkaufen über den digitalen Sprachassistenten.

Insgesamt ist die Nutzung von Smart Speakern 2021 im Vergleich zu 2020 um fast 50 Prozent gewachsen, wenn auch auf vergleichsweise niedrigem Niveau: 11,7 Prozent der Befragten haben angegeben, persönlich ein solches Gerät im Einsatz zu haben. Alexa & Co. finden sich damit in 11,4 Prozent der Haushalte – 31,0 Prozent mehr als 2020.

Auch Musik-Streaming setzt seinen konstanten Wachstumskurs laut Convergence Monitor 2021 fort. 30,7 Prozent der Befragten nutzen dieses Angebot demnach mindestens einmal pro Monat (2020: 28,5 Prozent). Im Gegenzug hat Youtube als Musikabspiel-Plattform leicht an Attraktivität verloren und im Vergleich zur Vorjahreserhebung 4,6 Prozentpunkte eingebüßt.

Fitness-Armbänder und Apple Watch legen zu

Wenn die Deutschen ihre Haushalte mit Mediengeräten aufrüsten, dann legen sie sich derzeit neben smarten Lautsprechern vor allem Smart Watches und Fitness-Armbänder zu. Diese sind mittlerweile in 18,4 Prozent der Haushalte zu finden, was einem deutlichen Plus von 34,3 Prozent entspricht. Betrachtet nach Personen geben 15,3 Prozent an, ein solches Device zu nutzen – ein Plus von sogar 62,8 Prozent.

Online-Banking auf dem Vormarsch

Weiter an Relevanz gewonnen haben Transaktionen wie Online-Banking oder -Shopping (80,6 Prozent). “Während der Anstieg bei Transaktionen im Vorjahr noch auf eine zunehmende Online-Shopping-Lust zurückzuführen war, resultiert er in diesem Jahr vor allem aus einem Zuwachs beim Online-Banking”, sagt Kerstin Niederauer-Kopf. Besonders bei den 30- bis 49-Jährigen ist der Anteil derjenigen, die Online-Banking nutzen, gestiegen, und zwar von 68,5 Prozent auf 80,9 Prozent.

“Möglicherweise ist das Thema Geldanlage pandemiebedingt stärker in den Fokus gerückt und die Menschen haben sich mehr mit Alternativen zum Filialbanking, kontaktlosem Bezahlen, dem Thema Geldanlage, Negativzinsen oder einer möglichen Inflation beschäftigt”, sagt Niederauer-Kopf von AGF Videoforschung.

Whats App unangefochtene Nummer eins beim Messaging

Eine wesentliche Rolle bei der digitalen Kommunikation spielen Social Media und Instant Messaging. Hier hat sich im Nutzungs-Ranking keine Veränderung zum Vorjahr ergeben:

  1. Whats App (80,5 Prozent)
  2. Facebook (46,9 Prozent)
  3. Instagram (27,2 Prozent)
  4. Snapchat (11,0 Prozent)

Convergence Monitor: Der Convergence Monitor wird seit 2008 jährlich von Kantar erhoben. Seit 2020 wird die Studie unter dem Dach der AGF Videoforschung durchgeführt. Für die Studie hat Kantar in diesem Jahr 1569 Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren befragt. Nachdem 2020 coronabedingt nur telefonische Interviews (CATI) möglich waren, konnten in diesem Jahr die Erhebungen wieder über Face-to-Face-Interviews erfolgen (Feldzeit: 30.3. und 16.5.2021). Die Grundgesamtheit ist die deutschsprachige Wohnbevölkerung beziehungsweise Haushalte mit mindestens einer Person zwischen 14 und 69 Jahren in Deutschland.

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