Von den beliebtesten Arbeitgebern lernen – Folge 3: Maximum

Kununu und die Zeit-Verlagsgruppe haben die besten Arbeitgeber Deutschlands gekürt. Den dritten Platz gesamt und den ersten Platz in der Kategorie Personalwesen belegt Maximum Personalmanagement. Wir haben mit der Geschäftsführerin über Arbeitsklima und Vorgesetztenverhalten gesprochen.
Tatjana Wronka-Brose ist seit 2022 Vorsitzende der Geschäftsführung bei Maximum Personalmanagement. ©Maximum

Maximum Personalmanagement wurde 2005 in Hamburg gegründet und hat seit 2008 einen zweiten Standort in Hannover. Das Personaldienstleistungsunternehmen für die Bereiche Office und IT stellt laut eigenen Angaben seit jeher die Menschen ins Zentrum der Firmenphilosophie. Das scheint Früchte zu tragen: Auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu erreichte das Unternehmen einen Gesamtscore von 4,935 (von 5). Seit 2011 haben 281 Mitarbeiter*innen und Bewerber*innen Maximum Personalmanagement mit durchschnittlich 4,6 Punkten bewertet – weit besser als den Branchendurchschnitt von 3,7.

Besonders in den Bereichen Unternehmenskultur und Vielfalt konnte der Dienstleister glänzen. Damit belegt das Unternehmen den dritten Platz der 1000 Top-Arbeitgeber in Deutschland und den Spitzenplatz im Personalwesen. Wir haben mit der Geschäftsführerin Tatjana Wronka-Brose gesprochen, um mehr über die Unternehmenskultur von Maximum zu erfahren.

Frau Wronka-Brose, Maximum gibt auf seinem Internetauftritt an, dass bei Ihnen Empathie und Respekt im Mittelpunkt der Firmenphilosophie stehen. Das Konzept scheint zu funktionieren. Wie äußert es sich konkret in der Praxis?

Schon bei der Mitarbeiterauswahl steht bei uns der Mensch im Mittelpunkt, wie er denkt und fühlt, was ihn antreibt und eben auch, ob er hinter unseren Werten Empathie, Respekt und Begeisterung steht und sich damit identifizieren kann. Wir begegnen uns täglich untereinander unter dieser Prämisse sowie jedem Kandidaten und jedem Kunden. Was in der Praxis gelebt wird, was man selbst erfährt, kann auch gut weitergetragen werden. Unsere Philosophie ist mit den Jahren aus den eigenen Reihen gewachsen und so formuliert worden, dass sich jeder im Maximum-Team damit identifizieren kann.

Gibt es Vorgaben für Vorgesetzte und Mitarbeiter*innen? Wie stellen Sie sicher, dass Ihre Maximen auch umgesetzt werden?

Unsere Führungskräfte handeln nach Führungsgrundsätzen, die auf unsere Werte ausgerichtet sind. Und unsere internen Mitarbeiter haben die Möglichkeit, an speziell für Maximum konzipierten Seminaren zu den Themen Wahrnehmung, Beziehungsmanagement, Konfliktmanagement und State Management teilzunehmen. Außerdem führen wir regelmäßig Feedback- und Personalentwicklungsgespräche.

Wie würden Sie die Arbeitsatmosphäre bei Maximum Personalmanagement beschreiben?

Kurz und knapp als herzlich, persönlich, familiär und fröhlich. Wir unterscheiden nicht in Work-Life-Balance, denn wir finden Leben und Arbeiten dürfen sich nicht ausschließen. Aus diesen Gründen haben wir auch Vertrauensarbeitszeit und Vertrauensurlaub.

Sie setzen sich auch aktiv für Inklusion ein. Mit welchen Mitteln tun Sie das? Was sind die Herausforderungen dabei?

Wenn wir sagen, wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt, umfasst das auch, dass jeder Mensch ganz natürlich dazugehört. Das fängt bei den Bürogebäuden und der Ausstattung an, die barrierefrei sind, und reicht bis zur Auswahl der Dienstleister für Marketingaktivitäten. So haben wir beispielsweise einen Imagefilm mit der Organisation SINA (Soziale Integration Neue Arbeit) in Hannover gedreht und dieses Jahr den Auftrag für unsere Kundenpräsente an die Näherei der Hannoverschen Werkstätten vergeben. Natürlich bedeutet das eine größere Herausforderung bei der Koordination und den Lieferzeiten, aber das ist es uns wert.

Sie legen nicht nur Wert auf einen guten Umgang mit Angestellten, sondern engagieren sich auch in diversen Projekten für Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung. Wie kommt es, dass gerade eine Personalvermittlung für Office/IT so großen Wert auf soziale Themen legt?

Schon der Kern unserer Arbeit, nämlich Menschen einen Job zu vermitteln, in dem sie sich wohl fühlen und den sie gerne machen, ist sozial. Und wir schauen auch über den Tellerrand, denn wir sind der Überzeugung: Nur wer Impulse gibt, leistet einen dauerhaften Beitrag in der und für die Gesellschaft.

Haben Sie einen Tipp für andere Arbeitgeber*innen im Umgang mit Angestellten?

Begeben Sie sich auf Augenhöhe und seien Sie flexibel im Denken.


Tatjana Wronka-Brose ist Geschäftsführerin bei Maximum Personalmanagement in Hannover. Sie ist 2005 als Niederlassungsleiterin ins Unternehmen eingestiegen, gehört der Geschäftsführung seit 2015 an und hat im vergangenen Jahr deren Vorsitz übernommen. Wronka-Brose hat Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Arbeitsökonomie, Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsinformatik studiert.


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