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Marketing auf dem Vormarsch

Der Mittelstand ist hochgradig marketingorientiert. Zu diesem Ergebnis kommt die „Mind-Studie Mittelstand in Deutschland“, die vom Wirtschaftsmagazin „Impulse“ und der Dresdner Bank initiiert, nach 1999 zum zweiten Mal durchgeführt wurde.

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Mehr als 20 Millionen Beschäftigte und damit über die Hälfte aller Arbeitnehmer in Deutschland arbeiten in den 1,1 Millionen Unternehmen des Mittelstandes. Dabei sind wiederum 650 000 der Unternehmen sogenannte Kleinbetriebe mit weniger als 10 Beschäftigten.

Ist Marketing bisher eher eine Domäne der Großunternehmen gewesen, sehen sich zunehmend auch mittelständische Betriebe – Mindestumsatz von 125 0000 Euro und höchstens 500 Mitarbeiter – gezwungen, das Denken und Handeln zum Markt hin zu perfektionieren. So stehen bei 44,1 Prozent der mittelständischen Unternehmenslenker als Maßnahmen zur Zukunftssicherung Investitionen in Marketing und Werbung an erster Stelle. Im Jahre 1999 waren es noch 32,7 Prozent. Dass das kein leeres Gerede ist, zeigt die hohe Zahl der Unternehmen, nämlich 440 000 oder 39,4 Prozent, die bereits konkrete Marketing-Maßnahmen für das kommende Jahr geplant haben.

Danach kommen erst Rationalisierungen und Kostensenkungsprogramme mit 35,4 Prozent, die auf den ersten Blick in der Wirtschaft immer zu dominieren scheinen. Daran sind aber vor allen Dingen die Großunternehmen Schuld, die gerade in letzter Zeit wieder mit Massenentlassungen von sich Reden machten.
Gleich an dritter Stelle folgt für die Mittelständler der Ausbau des Vertriebs ( 32,2 Prozent ). Damit sehen über 76 Prozent – fasst man Rang eins und drei zusammen – die Aktivitäten zum Markt hin als ein Kernstück der Zukunftssicherung. Dies gilt insbesondere auch für ostdeutschen Betriebe, die in der Untersuchung gesondert betrachtet wurden. Diese wollen zu über 40 Prozent durch Investitionen in Marketing und Werbung die eigene Wettbewerbsposition erhalten und stärken. Gesamtdeutsch liegt auch dieser Wert bei 44,8 Prozent.
Entsprechend suchen die Betriebe zu 35,5 Prozent und damit am dringendsten nach Marketing- und Vertriebsexperten.

Auch das Internet spielt in diesem Zusammenhang eine zunehmend größere Rolle. Bewegten sich 1999 noch 56 Prozent der mittelständischen Entscheider im Netz sind es 2001 bereits über 80 Prozent. Während der Interzugang bereits mit 75,7 Prozent weit verbreitet und E-Mail mit etwa 69 Prozent fast selbstverständlich ist, gibt es bei den Firmendarstellungen im Netz mit 38,9 Prozent oder beim Online-Verkauf mit 23,7 Prozent noch einigen Nachholbedarf. Gleichwohl werden diese Instrumente als wichtig eingeschätzt. Immerhin 38 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass zwischen 10 und 40 Prozent mehr Umsatz zusätzlich durch das Internet geschaffen werden könnte.

Das alles zeigt: Das Bewusstsein für Marketing in Klein- und Mittelbetrieben wächst und wird sich voraussichtlich gerade mit dem Internet stärker ausprägen. Einziger Wehrmutstropfen für die Marketingberater. Sie spielen im Ranking der Berater, mit denen regelmäßig zusammengearbeitet wird, noch keine Rolle. Hier steht nach wie vor unangefochten der Steuerberater an erster Stelle.

Ansprechpartner bei Fragen zur Studie ist Herr Markus Dannhauer bei der Dresdner Bank:
www.mind@dresdner-bank.com

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