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Radio Frequency Identification

kleine elektronische Etiketten, genauer gesagt winzige, aus Silizium-Speicherblättchen bestehende Chips mit einer hauchdünnen Antenne aus Kupfer oder Aluminium, die mit einer einzigartigen Produktnummer (Zahlencode) versehen sind und die vollautomatisch auch ohne Sichtkontakt via Lesegerät (z.B. via Handy, PC oder elektromagnetischer Schleuse) abgefragt werden können. Dabei lassen sich zwei Funkchip-Typen unterscheiden: (a) aktiv: senden dank integrierter Batterie selbst ihre Kennungsnummer und (b) passiv: geben Daten erst bei Bestrahlung per Funk preis, wobei sie die hierfür notwendige Energie dem elektromagnetischen Feld des Lesegerätes entnehmen. Daneben gibt es aktuell noch eine Reihe von RFID-Sonderformen: (1) Flat-Tag: 1,5 cm abstehender Chip in Form eines Fähnchens (vermeidet Ausleseprobleme bei Flüssigkeiten und Metall), (2) Nail-Tag: In einen Nagel integrierter Transponder für Paletten und Holzverpackungen und (3) Poly-Tag: Chip auf Polymerfolie zum Aufdrucken (Funkfolie) (in Entwicklung). Zu den typischen Anwendungen der RFID-Mikrochips zählen: (1) Kommissionierung & Lagermanagement (z.B. Wareneingang), (2) Identifikation, Sicherheit (z.B. Passkontrolle) und Gesundheit (z.B. Versichertenkarte), (3) Kaufhaus (z.B. intelligente Umkleidekabine) & Verbrauchermarkt (z.B. Selbstzahlerkasse) und (4) Haushalt (z.B. intelligente Waschmaschine) & Freizeit (z.B. Liftkarte beim Skifahren). Probleme bereiten aktuell noch zwei Bereiche: (1) Datenschutz: Verbraucherschützer sprechen von „Spionage- oder Schnüffel-Chips“, da Daten von Konsumenten und Wettbewerbern unbemerkt (und unerlaubt) erfasst werden könnten und (2) Entsorgung: Unklare Auswirkungen der Silizium-Substrate, Isolierkunststoffe, Kupferantennen, Bleielemente und Leiterbahnen aus Silber auf den Recycling-Prozess.

Abkürzung: RFID

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