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Markendach wird für Hotels attraktiv

Für Hotels wird es nach Informationen des Handelsblatts immer wichtiger, einen Markennamen zu führen. Da sich einer Statistik des Internationalen Hotelverbands (IHA) zufolge unter 35 000 Hotels nur knapp zehn Prozent Markenhotels befinden, bestehe dahingehend vor allem in Deutschland Nachholbedarf.

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Markus Luthe, Geschäftsführer der IHA, bewerte diesen Anteil als einen noch immer eher geringen Grad der Marktdurchdringung. Bezogen auf den Umsatz würden die Markenhäuser mit rund acht Milliarden Euro allerdings die Hälfte der Branchenerlöse einfahren. Daher locke der Markenauftritt viele Privathoteliers. Da die Hotelketten ihre Marken schnell und flächendeckend erweitern wollen würden, setzten sie in den USA und in Frankreich beispielsweise auf das längst übliche Franchisemodell. Unter einem lukrativen Markennamen dürften Hotels auftreten, die Markenanforderungen hinsichtlich Ausstattung und Qualität von Zimmerstandards über Wellness-Angebote bis hin zu Restaurants erfüllten. Franchisenehmer würden dafür eine Gebühr entrichten und bekämen als Gegenleistung Dienstleistungen rund um das Geschäft, wie sie gewöhnlich nur Betriebe einer Hotelkette von ihrer Zentrale erhalten.

Diese Form der Partnerschaft habe auch der französische Konzern Accor als Pfeiler seiner „Strategie des profitablen Wachstums“ erkoren. „Mittelfristig könnte die Hälfte unserer weltweiten Hoteleröffnungen mit diesem Geschäftsmodell generiert sein. Das gilt auch für Deutschland“, sagt Accor-Manager Thomas Edelkamp. Dabei setze das Unternehmen nicht nur auf Hotelmarken wie „Etap“, „Ibis“, „Novotel“, „Mercure“ und „Sofitel“, sondern versuche mit „All Seasons“ auch eine neue Hotelmarke über Franchisepartner einzuführen. „Wir spüren eine steigende Nachfrage von Individualhotels und Hotelbetreibern nach einem internationalen Markenanschluss, insbesondere in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, pflichtet Marcus Smola als deutscher Chef der Hotelmarke Best Western bei. Wenn private Hoteliers zu Franchisepartner werden wollten, versprächen sie sich neben einer neuen Marke auf dem Dach vor allem den Zugang zu neuen Kunden. Denn Hotelkataloge und elektronische Reservierungssysteme würden sie zu einer Adresse im Markenverbund machen.

www.handelsblatt.com

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