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„Made in Germany“ verblasst: Verbraucher vermissen Innovationskraft im deutschen Mittelstand

Grundsolide, verlässlich, aber längst nicht fit für die digitale Zukunft: Deutschlands Verbraucher beurteilen den deutschen Mittelstand und dessen Produkte überwiegend als konservativ und wenig zukunftsorientiert. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage von Territory.

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Grundsolide, verlässlich, aber längst nicht fit für die digitale Zukunft: Deutschlands Verbraucher beurteilen den deutschen Mittelstand und dessen Produkte überwiegend als konservativ und wenig zukunftsorientiert. Nur jeder 15. Konsument (6,6 Prozent) verbindet mit dem Mittelstand echten Innovationsgeist. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Umfrage von Territory bei 2158 Befragten. Ziel der Studie war es, die aktuelle öffentliche Wahrnehmung des deutschen Mittelstandes und seiner Produkte und Dienstleistungen abzubilden.

So verbinden die Deutschen vor allem traditionelle Tugenden mit dem Mittelstand. Jeder Dritte assoziiert mit kleinen und mittleren Unternehmen Bodenständigkeit (34 Prozent) und jeder Vierte (26,4 Prozent) schätzt ihre Verlässlichkeit.

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Das zeigt sich auch in der Beurteilung der entsprechenden Produkte und Dienstleistungen: 29 Prozent der deutschen Konsumenten sind der Meinung, dass diese für besondere Qualität stehen. Auch Regionalität, faire Arbeitsbedingungen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sind zentrale Aspekte, die jeder Fünfte den Produkten und Dienstleistungen von mittelständischen Unternehmen gegenwärtig zuschreibt. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch: Die große Mehrheit der Befragten (93,4 Prozent) hält die Produkte von kleinen und mittleren Unternehmen für wenig innovativ.

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Parallel dazu verliert auch das Siegel „Made in Germany“ bei den deutschen Konsumenten an Bedeutung: Gerade einmal etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) verbindet mit dem Gütesiegel ein hohes Maß an Sicherheit. Für 27 Prozent der Deutschen hat „Made in Germany“ nicht zwangsläufig eine positive oder sogar überhaupt keine Bedeutung mehr. Jeder Sechste gab außerdem an, dass die Bezeichnung angesichts der Globalisierung längst überholt sei.

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Florian Heinemann

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