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Kundendaten werden in vielen Branchen vernachlässigt

Die Aktualität der Kundenadressen ist in der Versandhandelsbranche am höchsten, die Datenbanken des Automobil- und öffentlichen Sektors hingegen bedürfen dringend der Pflege. Dass die meisten Unternehmen um die Bedeutsamkeit aktualisierter Kunden- und Interessentenadressen für den Geschäftserfolg wissen, dies aber nur zum Teil praktisch umsetzen, zeigt die Studie „Benchmark Kundendaten-Qualität“ der Deutschen Post Direkt.

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Das Adressmanagement spiele gerade in den untersuchten Branchen Banken, Versicherungen, Einzelhandel, Versandhandel, Konsumgüter, Automotive, Gemeinnütziger sowie Öffentlicher Sektor, Telekommunikation und Verlagsgewerbe eine große Rolle. Die hohe Adressqualität von Kundendatenbanken sei nicht nur für die Direktwerbung unverzichtbar, sondern auch für die Geschäftspost. Untersucht wurden je Branche die Adressen von zwanzig Kundendatenbanken nach sechs Kriterien: postalisch fehlerhaft, unzustellbar auf Personen- und Haushaltsebene, unbekanntes Gebäude, korrigierte Adressen, Umzugsadressen und Dubletten.

Die Analyse zeigt deutliche Branchenunterschiede in der Datenqualität auf. Zu schätzen und zu pflegen wüssten die Versandhandelsunternehmen ihre Adressbestände als Teil ihres Betriebskapitals. Mit 94,3 Prozent zustellbaren Anschriften optimierten sie ihre Kosten für Mailingproduktion, Versand und Retouren. Die Versender belegten damit den Spitzenplatz unter den untersuchten Geschäftszweigen. Schlusslicht ist der Studie zufolge der Automobilsektor, der mit 16,1 Prozent den höchsten Wert an unzustellbaren Adressen aufweist. Im Durchschnitt habe jede achte Adresse korrigiert werden müssen.

Das Problem bei Banken und im öffentlichen Sektor stellten Dubletten im Datenbestand dar. In der Gesamtbetrachtung verfügten zwar beide Branchen über gut gepflegte Kundendaten, jedoch hätten 25 Prozent der Banken mehr als zehn Prozent doppelte Datenbankeinträge, die vielfach aus mehrfachen Anlageformen einzelner Kunden resultieren. Der öffentliche Sektor sei in puncto Dubletten mit einem Durchschnittswert von 8,9 Prozent sogar auf dem letzten Platz aller untersuchten Branchen, obwohl öffentliche Verwaltungen, Stadtwerke, Gerichte und Co. den zweiten Rang hinsichtlich der zustellbaren Kundenadressen belegten. Den dritten Platz teilten sich die Konsumgüterbranche und die Versicherungen mit jeweils 91,4 Prozent insgesamt zustellbaren Adressen.

Bei jährlich etwa acht Millionen Umzügen in Deutschland, 840.000 Sterbefällen, 190.000 Scheidungen und 370.000 Hochzeiten, die zu Namens- und Adressänderungen führen könnten, sei der Datenbestand keiner Branche fehlerfrei. Unternehmen haben die Möglichkeit, die eigene Datenqualität kostenfrei zu testen und damit zu überprüfen, wie ihre Privatkundenadressen im Branchenvergleich abschneiden.

www.addressfactory.de

www.addressfactory.de/studie

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