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Klassische Pressearbeit gerät ins Abseits

In den kommenden drei Jahren wird traditionelle Medienarbeit weiter an Bedeutung verlieren, zeigt die weltweit umfangreichste Umfrage unter Kommunikationsprofis. Während heute noch 76 Prozent der PR-Manager Pressearbeit für wichtig halten, sinkt dieser Wert mit Blick auf 2017 um 35 Prozentpunkte; für TV und Radio beträgt der Bedeutungsrückgang lediglich 13 Prozentpunkte.

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Wie aus dem European Communication Monitor (ECM), unterstützt von der Agentur für Kommunikation Ketchum Pleon, weiter hervorgeht, werden dagegen bis 2017 Instrumente für die mobile Kommunikation – zum Beispiel Apps – immer wichtiger, um Stakeholder und Zielgruppen anzusprechen. Der Bedeutungszuwachs beträgt 40 Prozentpunkte. Ebenfalls im Plus: Social-Media-Plattformen wie Facebook und Twitter.

„Allerdings haben nur zwei von drei Organisationen in Deutschland ihre Webseiten für mobile Endgeräte optimiert. Und lediglich jede dritte bietet Apps für Smartphones und Tablets an“, sagt Dirk Popp, Deutschland-Chef von Ketchum Pleon. „Unternehmen in Frankreich, den Niederlanden oder Dänemark setzen viel stärker auf Apps.“

Investition in mobile Kommunikationskanäle unumgänglich

Für sechs von zehn deutschen PR-Managern besteht die größte Chance mobiler Kommunikation darin, Informationen nutzerfreundlich anzubieten. Als fast genauso attraktiv bewerten sie die Möglichkeit, in Echtzeit und direkt mit ihren Zielgruppen kommunizieren zu können. Die größte Herausforderung bei der Einführung mobiler Kommunikationskanäle dagegen ist nach Meinung von 65 Prozent der Befragten, dass die Instrumente in die gesamte Kommunikationsstrategie integriert werden und einen zusätzlichen Wert bieten müssten.

„Nur jede vierte deutsche Organisation hat einen mobilen Pressebereich für Journalisten“, sagt Professor Joachim Klewes, der die Studie bei Ketchum Pleon betreut. „Dabei wissen Kommunikationsprofis durch ihre eigene Networking-Erfahrung, wie wichtig digitale und soziale Medien schon seit Jahren sind“, ergänzt Klewes. Umso mehr verwundere es, dass viele Vorstände und Aufsichtsräte die Chance digitaler und mobiler Kommunikation ausblenden. Deshalb investierten Unternehmen immer noch zu wenig in digitale und mobile Kommunikationskanäle abseits ihrer Produkte und Marken.

Social-Media-Erwartungen der Zielgruppen

Ein weiteres Ergebnis des European Communication Monitor zeigt, was PR-Experten denken, welche Erwartungen Stakeholder an die Inhalte der Social-Media-Kommunikation von Unternehmen haben. Die Kommunikations-Profis meinen, dass Informationen über Events und Krisen am wichtigsten sind (70 Prozent). Unmittelbar dahinter folgt der Wunsch nach Produkt- und Serviceinformationen zu künftigen und neuen Angeboten (66 Prozent). Details zu aktuellen Artikeln und zu Corporate-Social-Responsibility (CSR)-Maßnahmen rangieren in der Wunschliste gleichauf (beide 64 Prozent). Finanznachrichten sind in der Social-Media-Kommunikation dagegen weniger bedeutend.

Den vollständigen Bericht zum ECM 2014 gibt es auf www.communicationmonitor.eu – hier sind auch die Ergebnisse aus den letzten Jahren dokumentiert. (Ketchum Pleon/asc)

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