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Kann die Marke Sat1 auf Harald Schmidt verzichten?

Irgend einer muss dem neuen Geschäftsführer Roger „Roche“ Schawinski einen Wink gegeben haben. Zunächst wollte er Souveränität zeigen und gleich einen Ersatz für die Harald-Schmidt-Show präsentieren. Was er dabei übersehen hatte: Die Harald-Schmidt-Show ist nicht einfach nur ein Sende-Produkt, sondern ein Bestandteil der Marke Sat1 geworden.

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Letztlich gehört genau das auch zum Konzept der Privaten, die generell mit der einheitlichen Programmstruktur über den Tag eine Markierung angestrebt haben. Insbesondere Schmidts Show ist in den genetischen Code der Marke Sat1 eingegangen, wie Markentechniker sagen würden. Um 23.15 Uhr ist Schmidt-Time und nicht etwa Late-Night-Time.

Das dämmert Sat 1 so langsam und man möchte das Desaster auffangen und bis zum 16. April zunächst „Best of“ Harald Schmidt zeigen. Schawinski braucht Zeit: Um, wie er selbst einräumt, vielleicht doch noch Schmidt umstimmen zu können und um die lukrativen Werbekunden bei Stimmung zu halten. Es geht eben nicht darum, einfach nur eine Late Night–Show zu ersetzen. Denn das so genannte Aushängeschild „Harald Schmidt“ ist selber wiederum zu einer Marke mit großer Tragfähigkeit und Spannkraft geworden. Auch wenn Harald Schmidt seinen Weg finden musste. Diese Marke hat mittlerweile eine Substanz, von der Sat1 ganz wesentlich zehrt: Gute Zuschauerquoten zu später Stunde, viele Werbekunden und schließlich ein wesentlich verbessertes Image des Senders.

Die Substanz kommt übrigens nicht von ungefähr: Schmidt ist ausgebildeter Schauspieler, Kabarettist, Musiker und Entertainer. Das wirft er jeden Abend in die Waagschale. Wieviele gibt es schon im heutigen Showbusiness, die das können. Selbst ein Jauch braucht seine Themen, ein Gottschalk seine Wetten. Harald kommt in die Show und wartet auf Stichworte seines kongenialen Partners Manuel Andrack. Auch Schawinski ist für seine spitze Zunge bekannt. Vielleicht springt er selbst in die Bresche und moderiert eine Late Night-Show. Das Angebot, als Gast in die Harald Schmidt zu kommen, hat er jedenfalls schon unterbreitet. Da kann er sich zumindest schon mal den Sendeplatz anschauen.

Christian Thunig

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