Suche

Anzeige

Jede dritte Führungskraft arbeitet unter Anspannung

Erwerbstätige Menschen sind je nach beruflicher Position unterschiedlich belastet, zeigt eine Studie. Von den befragten Führungskräften arbeiten mehr als 42 Prozent unter Zeitdruck, bei Mitarbeitern ohne Führungsposition sind es 30 Prozent. Auch der Anteil derer, die angespannt arbeiten, ist bei den Führungskräften auffallend höher (31 Prozent) als bei ihren Kollegen ohne entsprechende Verantwortung.

Anzeige

Rund 1.000 Arbeitnehmer befragte das Markt- und Organisationsforschungsinstituts Yougov zu ihrer Arbeitsbelastung. Insgesamt verspürt mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen (34 Prozent) starken Zeitdruck und knapp jeder Vierte (24 Prozent) ist bei der Arbeit häufig angespannt. Am meisten unter Spannung stehen die 31- bis 40-Jährigen. 29 Prozent dieser Altersgruppe geben an, häufig angespannt zu arbeiten. Mit dem Alter sinkt die Anspannung zwar ein wenig, dennoch fühlt sich knapp jeder Fünfte (19 Prozent) der über-50-jährigen Arbeitnehmer immer noch angespannt.

Neulinge den Aufgaben oft nicht gewachsen

Zu schaffen machen den Erwerbstätigen jedoch nicht nur Zeitdruck und Anspannung: Jeder Achte (13 Prozent) fühlt sich seinen Arbeitsaufgaben nicht gewachsen. Besonders Neulinge sind betroffen: 16 Prozent der Angestellten mit bis zu einem Jahr Betriebszugehörigkeit sind mit ihren Aufgaben überfordert. Obwohl der Anteil derer, die einer hohen Arbeitsbelastung ausgesetzt sind, laut Studie nicht unerheblich ist, ist eine betriebliche Gesundheitsförderung, die der Belastung entgegenwirken könnte, in vielen Unternehmen Mangelware: Nur etwa jeder Dritte (34 Prozent) erhält entsprechende Angebote und stuft diese als hilfreich ein. 39 Prozent stehen keine Angebote zur Verfügung, 27 Prozent fühlen sich zumindest teilweise versorgt.

Das Thema betriebliche Gesundheitsförderung gewinnt aufgrund der steigenden Arbeitsbelastung zunehmend an Bedeutung. „Wie die Studienergebnisse zeigen, besteht bei vielen Unternehmen noch Handlungsbedarf, Angebote zur Gesundheitsförderung passgenau zu gestalten und an die Angestellten heranzutragen“, sagt Dr. Marco Haferburg, Leiter der Organisationsforschung und -beratung bei Yougov. Gezielte Maßnahmen zur Vorbeugung psychischer Belastung würden die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen und Ausfälle reduzieren.

Angst um Arbeitsplatz weiterer Stressfaktor

Ein weiterer Stressfaktor sei sicherlich auch die Angst um den eigenen Arbeitsplatz. 40 Prozent der befragten Arbeitnehmer machen sich ernsthaft oder zumindest teilweise Sorgen um den Erhalt ihres Arbeitsplatzes. Besonders viele Sorgen machen sich Neueinsteiger, denn hier gibt fast jeder Zweite (49 Prozent) an, zumindest gelegentlich Angst um seinen Job zu haben. Außerdem fühlt sich ein Drittel (33 Prozent) bei der Erledigung der Arbeit gestört, was eine zusätzliche Belastung darstellt.

(YouGov/asc – Bild: Minerva Studio/Fotolia.com)

Anzeige

Strategie

Fernglas

Wirtschaft post Corona: Ansätze für die Zeit nach der Krise

Schneller, höher, weiter – nach diesem oft nicht hinterfragten Modus läuft die Wirtschaft. Die Corona-Krise ist schmerzhaft. Sie könnte aber auch erstmals seit langem den Raum für neue Ansätze öffnen. Realistische Alternative für die Wirtschaft post Corona oder verantwortungslose Krisenromantik? mehr…


 

Newsticker

Warum Stada in den Arzneimarkt mit Cannabis investiert

Anders Fogstrup, Geschäftsführer von Stadapharm, spricht im Interview über Chancen und Hürden auf…

Coop Schweiz gewinnt Marketing Tech Award 2021

Coop hat den 2021 erstmalig ausgerichteten Marketing Tech Award gewonnen. Das Schweizer Handelsunternehmen…

Marktforschung vs. Performance Branding: ein Methodenvergleich

Welche Daten können helfen, um richtungsweisende Marketingentscheidungen zu treffen, um damit ihre Marke…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige