Suche

Anzeige

IT-Investitionen im Handel sind vom Wunsch nach Optimierung geprägt

Konsumflaute und stagnierenden Umsätzen zum Trotz - der deutsche Handel investiert weiter verstärkt in IT-Lösungen. Dieses Resultat ergab die aktuelle vom EHI alle zwei Jahre durchgeführte Trendstudie „IT-Investitionen im Handel“, die im Rahmen der EuroShop 2002 in Düsseldorf vorgestellt wurde.

Anzeige

Erstmals gaben die 43 befragten Händler nach der Studie mehr als 1 Prozent ihres Bruttoumsatzes für Informations- und Kommunikationstechnik aus. Der Wert von 1,07 Prozent liegt damit knapp unter der von Ernst & Young ebenfalls 2001 für den amerikanischen Markt ermittelten Zahl von 1,19 Prozent.
Zu beobachten ist dabei, dass sich immer mehr Handelsunternehmen der technischen Verantwortung über ihre IT-Systeme entledigen und bestimmte Bereiche an externe Dienstleister outsourcen.
Kein Wunder: Die Kosten sind in den vergangenen zwei Jahren in allen Unternehmensbereichen durchschnittlich gestiegen. Besonders hohe Steigerungsraten sind bei Softwarelizenzen und Netzwerkkosten zu verzeichnen. Dies spiegelt die immer komplexer werdenden IT-Landschaften der Handelsunternehmen wieder, die durch entsprechend umfangreiche Softwarepakete sowie eine immer ausgeprägtere Vernetzung der Systeme gekennzeichnet sind.

Die Analyse der Investitionen in einzelne Hardwarekomponenten in der Filiale zeigt, dass der Handel seine Investitionen kurzfristig klar auf solche Anwendungen konzentrieren wird, die ihm einen eindeutigen und handfesten Nutzen bringen. So tut sich der Handel bei dem Einsatz innovativer, aber in der Praxis kaum bewiesener Anwendungen wie Displays am Einkaufswagen, Self-Scanning oder Self-Checkouts schwer.
Die Analyse der geplanten Investitionen in Software zeigt, dass bei vielen Händlern nach wie vor die Optimierung ihrer Warenwirtschaftssysteme im Vordergrund steht.
Aber auch Themen wie Bondatenanalyse, Data Mining und die automatische Disposition werden weiter an Bedeutung gewinnen. In diesem Zusammenhang ist auch der Aufbau von Data Warehouses zu sehen, der bei zahlreichen Händlern gerade erst begonnen hat und momentan bei der Budgetplanung einen hohen Stellenwert genießt.

Daneben spielen Investitionen in das Supply Chain Management eine große Rolle, da viele Unternehmen die Bedeutung einer Anbindung an Lieferantensysteme und der gemeinsamen Analyse der Daten erkannt haben. Welche Technologie sich dabei durchsetzen wird, ist hingegen noch unklar. So planen fast 60 Prozent der Firmen den Aufbau eines Extranets, gleichzeitig wollen viele dieser Firmen aber auch die Anbindung an öffentliche Marktplätze testen. Das Schlagwort CPFR (Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment), welches eine perfekte Vernetzung innerhalb der gesamten Lieferkette vorsieht, ist heute allerdings nur bei den Platzhirschen wie Metro, Karstadt oder dm ein Thema. Gerade kleineren Firmen ist dieser Begriff zur Zeit noch unbekannt, wie die hohe Zahl der „Keine Angabe“ – Antworten (32 Prozent) auf die Frage nach künftigen CPFR-Projekten unterstreicht.

Auch Investitionen in neue Kundenbindungsinstrumente sind für den Handel kurzfristig von hoher Wichtigkeit. Viele Retailer verfügen inzwischen über eine Kundenkarte und spezifische Kundendatenbanken, aber nur 10 Prozent haben bis jetzt eine entsprechende Analysesoftware implementiert, um die Daten detailliert auszuwerten. Über die Hälfte der befragten Firmen befindet sich hier allerdings bereits in Pilotprojekten oder plant, in nächster Zeit in Customer Realtionship Management-Tools zu investieren.

Insgesamt kann als Ergebnis der Studie festgehalten werden, dass für viele Handelsunternehmen die Modernisierung ihrer IT-Strukturen und Systeme in naher Zukunft wohl noch einen Großteil der Budgets verschlingen wird. Wichtig für die Handelsunternehmen sind dabei ein sichtbarer Nutzen und eine realistische Amortisierung innerhalb von ein bis zwei Jahren. Sind diese Anforderungen bei einer Anwendung nicht gegeben, wird oftmals ganz auf die Investition verzichtet.


www.euroshop.de

Kommunikation

Facebook darf Nutzer wegen Hassrede sperren – auch wenn der Kommentar unter Meinungsfreiheit fällt

Ein Facebook-Nutzer kommentiert einen Artikel der Welt, sein Konto wird daraufhin wegen Hassrede für 30 Tage gesperrt. Doch darf das US-Unternehmen das überhaupt? Das Landgericht Frankfurt hat sich nun mit dem Fall beschäftigt und den Eilantrag des Nutzers gegen die Sperrung abgelehnt. Der Kommentar erfülle die Merkmale einer Hassrede im Sinne von Facebook, heißt es in der Begründung. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Werbeschmiede Jung von Matt gründet Tech-Ableger und startet mit einem Auftrag von Konzernriese Google

Die Werbeagentur Jung von Matt baut sein Geschäftsmodell aus: Mit der Gründung eines…

Dmexco-Fazit: Kein optimales WLAN, keine perfekten Vorträge, aber Top-Moderatoren und weniger Buzzwords

Zwei Tage Dmexco liegen hinter uns. Eine Zeit mit vielen Eindrücken, tollen Vorträgen,…

41.000 Besucher und gute Resonanz der Aussteller: Dmexco-Macher ziehen positive Bilanz

41.000 Besucher an zwei Tagen, rund 45 Prozent internationale Gäste und ein positives…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige