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Internet beim Fernsehen eher selten genutzt

Daten zum Stand der Internetnutzung beim Fernsehen haben IP Deutschland und TNS Emnid erhoben. Die Befragung von knapp 900 Fernsehzuschauern im Alter zwischen 14 bis 49 Jahren für das „Digital Barometer“ ergab, dass etwa jeder dritte Fernsehzuschauer gelegentlich parallel zum Fernsehen im Internet surft. 16 Prozent der TV-Zuschauer machen dies oft oder sehr häufig. Überrepräsentiert sind dabei jüngere TV-Konsumenten und Männer. Die Studienverantwortlichen stellen somit fest, dass zwei Drittel der Befragten gar nicht oder allenfalls hin und wieder beim Fernsehen online sind. Es werde nach wie vor überwiegend exklusiv ferngesehen.

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Auffällig ist dem „Digital Barometer“ zufolge, dass Tablet-PC in Folge ihrer bisher relativ geringen Verbreitung bei der Parallelnutzung noch selten zum Einsatz kommen. Lediglich acht Prozent der Zuschauer, die beim Fernsehen im Internet surfen, tun dies mit einem Tablet. Am häufigsten werden Laptops, Notebooks oder Netbooks parallel verwendet, wobei knapp ein Drittel der Zuschauer (32 Prozent) auf Smartphones zurückgreift. Handhelds wie Smartphones, aber auch internetfähige iPods sind besonders bei den jungen Parallelnutzern verbreitet.

Vielfach hat die parallele Internetnutzung einen direkten Bezug zum Programm und ermöglicht dem Zuschauer damit, sich intensiver mit diesem auseinanderzusetzen. 67 Prozent der 14- bis 49-jährigen Parallelnutzer bestätigten, dass sie im Internet nach Informationen zur Sendung oder dem Film suchen, den sie gerade sehen. Weitere 48 Prozent schauen sich eine Sendung an, weil sie von Freunden übers Internet darauf aufmerksam gemacht wurden, und 38 Prozent chatten mit Freunden oder Bekannten in Echtzeit über das gerade gesehene Programm. Deutlich intensiver wird diese TV-synchrone Interaktivität von der jungen Zielgruppe gelebt – vor allem im direkten Austausch mit anderen Menschen. Insgesamt nutzen Männer das Internet deutlich stärker als Parallelmedium beim Fernsehen, mit einer Ausnahme: Geht es darum, im Netz nach Antworten auf Quizfragen zu suchen, haben Frauen die Nase vorn.

Auch TV-Werbung kann von paralleler Online-Nutzung profitieren: 68 Prozent der befragten Parallelnutzer haben sich schon einmal durch das Fernsehen anregen lassen, im Web nach Informationen zu einem Produkt zu suchen. Dabei sind Männer wesentlich aktiver als Frauen. Gut die Hälfte der Befragten bestätigt, dass der Impuls durch die Werbung schließlich zum Kauf geführt hat. 37 Prozent der Parallelnutzer erledigen beim Fernsehen Online-Einkäufe und machen damit das Fernsehen ein Stück weit zu einem Point-of-Sale-Medium.

www.ip-deutschland.de

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