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Handel zeigt Fußball-Leidenschaft und nervt Verbraucher

Die Fußball-Weltmeisterschaft (WM) ist Thema auch beim Einkaufen. Die meisten Einzelhändler spielen bei der WM mit und versuchen, vor allem in dem klassischen Werbemedium Handzettel ihre Kunden über die Fußball-Leidenschaft zu erreichen. Wie eine Untersuchung der Forschungsgruppe g/d/p zeigt, machen die Produkte aus dem Handzettel 44 Prozent des Einkaufskorbes aus. Analysiert wurde von den Marktforschern jetzt vor allem die wortspielreiche Werbeansprache des Handels.

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Gesprochen werde im Werbemittel Handzettel von „WM-Wochen“ und „Jubelpreisen für Fans“. Eröffnet seien die „Weltsparmeisterschaft“ sowie die „Preismeisterschaft“. Während einige Händler vergleichsweise neutral auf Preisknüller zur WM-Party hinwiesen, gehe die Kreativität bei anderen deutlich weiter. So bezeichneten sich Lebensmittelmärkte als „offizielle Kühlschrankausstatter“ und böten „Fan-tastische Produkte zu Jubelpreisen“. Wiederum andere verwendeten keine Claims, sondern böten die üblichen Fan-Artikel an. Fähnchen und Wimpel könne der Konsument nicht nur einzeln kaufen, sondern erhalte sie gratis mit dem Kauf bestimmter Produkte wie Getränke und Waschmittel.

Bereits im Juni ermittelte das Marktforschungsinstitut Yougovpsychonomics unter 100 befragten Bundesbürgern ab 18 Jahren die Akzeptanz der auf die WM bezogenen Werbeansprache. Denn nicht nur die offiziellen Partner der DFB-Elf nutzten alle Möglichkeiten, das Thema Fußballweltmeisterschaft kommunikativ in ihre Werbeansprache einzubinden, auch viele andere Firmen seien mit TV-Spots, Anzeigen, Plakaten, WM-Aktionen und Gewinnspielen auf den Zug aufgesprungen und hätten sogar bereits verstorbene Fußball-Legenden per Mausklick wieder auferstehen lassen. Es habe sich gezeigt, dass deutsche Verbraucher von der Omnipräsenz des Themas Fußball mehrheitlich genervt seien.

55 Prozent aller Befragten seien der Ansicht, die Themen Fußball und Weltmeisterschaft tauchten zu oft in der Werbung auf. Aus der Altersgruppe der über 50-Jährigen gaben zwei Drittel an, sie fühlten sich mit dem Thema überfrachtet, in den Altersgruppen der 30- bis 49-Jährigen sei das Verhältnis in etwa ausgeglichen. Lediglich die unter 30-Jährigen seien mehrheitlich aufnahmebereit für eine fußballorientierte Werbeansprache, nur etwa zwei von fünf Befragten hätten sich über ein Zuviel an Fußballbezug beklagt.

www.gdp-group.com

www.psychonomics.de

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