Suche

Anzeige

Geschäftskunden wechseln für Schnäppchen häufig ins Internet

Das Multi-Channel-Verhalten von Geschäftskunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz untersuchten das E-Commerce-Center Handel (ECC Handel) und der Softwareanbieter Hybris. Es zeigt sich, dass Schweizer im Informationsprozess deutlich häufiger vor dem Onlinekauf auf eine persönliche Beratung zurückgreifen, als Österreicher oder Deutsche. Rund 41 Prozent der Schweizer gaben an, sich vor der Internet-Bestellung in einem Beratungsgespräch zu informieren. In Deutschland sind es lediglich 28,8 Prozent.

Anzeige

Auch bei den Gründen für den Kanalwechsel ins Internet zeigen sich teilweise deutliche Unterschiede. Österreicher und Deutsche zeigen sich als Schnäppchenjäger und wechseln mit 52,7 Prozent beziehungsweise 47,7 Prozent deutlich häufiger als Schweizer (33,3 Prozent) ins Internet, um das gewünschte Produkt zu einem günstigeren Preis zu erwerben. Darüber hinaus informieren sich Österreicher weit häufiger zusätzlich über Kundenbewertungen im Internet und bestellen dann auch gleich online. Darüber hinaus hat die Studie ergeben, dass in Deutschland und der Schweiz die Informationsbeschaffung und der Kauf häufiger bei einer Person liegen und die Kaufentscheidung somit auch öfter direkt im persönlichen Gespräch fällt. In Österreich ist dies der umgekehrte Fall: Bei knapp 46 Prozent der Befragten ist die Informationsrecherche im persönlichen Kontakt personell von der finalen Kaufentscheidung getrennt, die dann häufig online gefällt wird. „Die Studienergebnisse zeigen, dass es im B-to-B-Bereich deutliche Parallelen zum kanalübergreifenden Informations- und Kaufverhalten von Verbrauchern gibt“, erklärt Mark Holenstein, Vice President Central Europe bei Hybris. „So wie im B-to-C-Bereich ist auch in Bezug auf Geschäftskunden jeder Markt anders, aber Anbieter sind hinsichtlich einer Kundenabwanderung immer dann auf dem richtigen Weg, wenn sie auf eine Multi-Channel-Strategie setzen und so Kunden auf jedem Kanal wie gewünscht abholen und zufriedenstellen können.“

Viele Schweizer halten das Internet für unsicher

Der umgekehrte Weg – vom Netz ins persönliche Gespräch – ist ebenfalls von kanalübergreifendem Informationsverhalten geprägt. Länderübergreifend gab jeweils rund ein Drittel der Befragten an, sich in mindestens einem weiteren Kanal zu informieren, bevor sie das Produkt über einen persönlichen Kontakt kaufen. Die Gründe hierfür variieren: Während lediglich knapp zehn Prozent der deutschen Kunden das Internet als zu unsicher für den Kaufabschluss einstufen, entscheiden sich 18,7 Prozent der Österreicher und sogar fast jeder fünfte Schweizer aufgrund der Unsicherheit im Internet gegen einen Einkauf in diesem Kanal. Außerdem bewerten Schweizer und Österreicher den persönlichen Kauf als schneller und ziehen ihn deshalb vor. „Die Studie zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, verschiedene Kanäle zu verzahnen, um keinen Kunden zu verlieren. Händler können in Österreich und der Schweiz besonders über Cross-Channel-Angebote punkten, indem sie z.B. anbieten, ein Produkt online zu reservieren und dann persönlich abzuholen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Österreicher und Schweizer solchen Angeboten deutlich aufgeschlossener gegenüberstehen als deutsche Geschäftskunden“, kommentiert Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung (IFH), die Ergebnisse.

www.ecc-handel.de

Anzeige

Kommunikation

“Marke post Corona” – Serie über die Learnings aus der Krise

In unserer Serie "Marke post Corona: Learnings aus der Krise" berichten Marketingverantwortliche über ihre Erfahrungen und Lehren aus der Corona-Zeit. Hier finden Sie alle acht Beiträge der Reihe im Überblick. mehr…



Newsticker

Studien der Woche: Sportbranche, Smart Speaker, Direktvertrieb

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig…

Krise von “epischen Dimensionen” im Tourismus – Rettung 2021?

Das Katastrophenjahr 2020 für den Tourismus hat die Reisebranche nahezu abgeschrieben. Jetzt geht…

Die Dmexco naht – 5 Fragen an: Matthias Hach von Comdirect

Als Marketingvorstand der Comdirect Bank beschäftigt sich Matthias Hach intensiv mit auf den…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige