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Finanztip.de und das Geschäftsmodell: „Wir machen den Verbraucher zur Macht.“

Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen © ©MICHAEL KIRSTEN / Montage: absatzwirtschaft

Durch das Internet können sich Medien entfalten wie nie zuvor. Das gilt für etablierte Marken ebenso wie für ganz neue Anbieter. Die zentrale Frage für sie alle lautet, wie sich aus Ideen ein tragfähiges Geschäftsmodell aufbauen lässt. Die absatzwirtschaft hat sich mit Publishern getroffen. Wie Finanztip.de über drei Millionen monatliche Leser gewonnen hat, zeigt Teil 5 der Serie.

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Drei Millionen monatliche Leser und mehr als 400.000 Newsletter-Abonnenten: Finanztip.de hat sich seit dem Dienstantritt von Hermann-Josef Tenhagen im Oktober 2014 zu einem stark genutzten Portal entwickelt. Der Chefredakteur und Vorsitzende der Geschäftsführung hatte versprochen: „Wir machen den Verbraucher zur Macht.“

Es gehe nichts um Geldverdienen, betonen die Macher

Hinter Finanztip stehen Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf. Die beiden früheren Goldman Sachs-Investmentbanker gründeten 1999 den Internet-Baukreditvermittler Interhyp, brachten ihn an die Börse und verkauften später ihre Anteile für einen dreistelligen Millionenbetrag. Bei Finanztip, so beteuern sie, gehe es ihnen nicht ums Geldverdienen, sondern um Aufklärung: Das Portal soll Verbraucher in Finanzfragen, vom Bankkredit bis zum Stromvertrag, schlauer machen.

Trotzdem ist die gemeinnützige GmbH mit ihren inzwischen rund 30 Mitarbeitern nicht als Zuschussbetrieb angelegt. Das funktioniert: Finanztip wächst und schreibt schwarze Zahlen, auch ohne Abo- oder Download- Gebühren für Nutzer und ohne klassische Online-Werbung.

Geld wird verdient vor allem durch Affiliate Marketing, also Provisionen für Verlinkungen, sowie durch Siegel („Empfehlung von Finanztip“), mit denen Anbieter ihre Produkte schmücken können.

Die anderen Teile der Serie:

Teil 1: Ab geht die „Post“: Wie ein Chatbot den Online-Journalismus voranbringen soll

Teil 2: Vom „unbeschriebenen Blatt“ zur größten Arbeitgeber-Bewertungsplattform: Was Kununu so erfolgreich macht

Teil 3: Welect baut Online-Werbung ohne Nerv-Faktor

Teil 4: Readly, die Flatrate für Magazinleser: „Lesern geht es um ein möglichst attraktives journalistisches Angebot“

Weitere Artikel und Interviews gibt es in der aktuellen Ausgabe der absatzwirtschaft, die Sie hier bestellen können

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