Suche

Anzeige

Elektroauto-Marktakzeptanz ist noch ausbaufähig

Das Interesse deutscher Konsumenten an komplett batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen (EF) ist im Vergleich zu anderen Antriebstechnologien weiterhin relativ gering. Das ist das Ergebnis der aktuellen Gartner Studie "Elektromobilität in Deutschland“. Grund für die noch geringe Marktakzeptanz sei, dass die Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich Kosten und Nutzen von derzeitigen EF-Angeboten nicht erfüllt werden. Zu ähnlichen Ergebnissen gelangt auch eine aktuelle Studie des Centers für Automobil-Management (CAMA) der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Anzeige

Konsumenten, die sich für die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs entscheiden, stellen hohe Ansprüche insbesondere an Reichweite und Ladedauer. So wären laut CAMA-Studie die meisten Privatleute mit einer Reichweite von 280 Kilometern und einer Ladedauer an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose von maximal fünf Stunden zufrieden. Damit liegen die Ansprüche der potenziellen Käufer jedoch noch weit über den momentanen technischen Möglichkeiten. Laut Gartner erwägen lediglich 16 Prozent der deutschen Autofahrer den Kauf eines Elektrofahrzeugs und nur acht Prozent der Befragten seien bereit, dafür einen Aufpreis zu zahlen.

Auch an mögliche Einsparpotentiale gegenüber herkömmlichen Antriebstechnologien stellen die Konsumenten hohe Ansprüche. So hat Gartner ermittelt, dass fast die Hälfte aller an einem Elektrofahrzeug interessierten Autofahrer erwarte, mit einem elektrisch betriebenen Automobil 30 bis 40 Prozent Betriebskosten einsparen zu können.

„Die Mehrheit der deutschen Autofahrer beurteilt das Elektroauto aus Umwelt- und sozioökonomischen Aspekten weiterhin positiv. Jedoch ist eine kurzfristige, breite Marktnachfrage schwer zu realisieren, da die heutigen Fahrzeugangebote nicht den Anforderungen der Konsumenten hinsichtlich Kosten und Nutzen entsprechen“, so Thilo Koslowski, Vice President und Leiter der Automobilindustrie-Beratung bei Gartner. „Um den Sprung zur Mainstream-Nachfrage zu realisieren, müssen Automobil-Firmen ihre Aktivitäten auf technologische Innovationen fokussieren und Preisstrategien anstreben, die denen von Diesel- oder Hybrid-Fahrzeugen ähneln. Zudem sollten sie diverse EF-Modelle konzipieren, die beispielsweise speziell auf jüngere Konsumenten ausgerichtet sind, deren Interesse an Elektrofahrzeugen ausgeprägter ist als bei älteren Autofahrern.“

Gartner hält weiter an der im Jahr 2009 aufgestellten Prognose fest, dass der Anteil von batteriebetriebenen Fahrzeugen an allen Autoverkäufen in industriellen Märkten im Jahr 2020 zwischen fünf bis acht Prozent und im Jahr 2030 zwischen 15 bis 20 Prozent erreichen wird.

Wie es um das Marketing für Elektroautomobile bestellt ist und warum alternative Antriebe noch mehr Ideen vertragen, lesen Sie auch im Elektromobilitätsartikel in asw 6-2011:
www.absatzwirtschaft-shop.de

Kommunikation

Was macht eigentlich Andreas Gahlert – Gründer von Neue Digitale/Razorfish

Mit seiner Agentur Razorfish und Kunden wie Audi und McDonald’s war er einer der meistdekorierten Digitalkreativen. Dann stieg er aus und gründete später das Start-up CoBi für Connected-Bike-Technologie. Nach viel Zeit mit Kiten, Snowboarden und 911er-Fahren wollte Gahlert wieder „mehr Sinn“ im Leben haben. mehr…

Anzeige

Absatzwirtschaft Newsletter

absatzwirtschaft Newsletter schon abonniert?

Newsticker

Was man kennt, das liebt man: Warum Imagewerbung Vertrauen schafft

Christian Montag, Professor für Molekulare Psychologie an der Universität Ulm, sprach vergangene Woche…

Werberat rügt umstrittenen Muttertags-Spot von Edeka

Der Deutsche Werberat hat den umstrittenen Edeka-Werbespot zum Muttertag öffentlich gerügt. Die Werbung…

Studien der Woche: Teure Städte, Marketingkanäle und Online-Shopping

Marktforschung und Wirtschaft veröffentlichen täglich neue Studien, die für Unternehmen und Marketer wichtig…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige