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Einer von acht Internet-Zugriffen erfolgt mobil

Die Berliner Webtrekk GmbH veröffentlicht ihre Webstatistik für das 4. Quartal 2012. Im Ein-Jahres-Trend zeigt sich die heiß diskutierte und oft vermutete Zunahme des mobilen Kanals deutlich: Mobile Geräte legen von acht Prozent im 1. Quartal 2012 um mehr als die Hälfte zu und erreichen im 4. Quartal 13 Prozent Marktanteil. Das heißt, dass heute einer von acht Webzugriffen in Deutschland mit einem Smartphone oder Tablet erfolgt.

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Bei allen Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte der von Webtrekk analysierten deutschen Kunden-Sites, bestehend aus stark frequentierten Premiumangeboten aus den Bereichen E-Commerce, Finance und Publishing mit insgesamt über einer Milliarde Visits pro Monat.

Mobile Geräte: Samsung Galaxy-Linie überrascht

Für mobile Geräte wird die Langzeitstudie seit dem 1. Quartal 2010 erhoben. Seitdem haben Apples Geräte etwas mehr als 25 Prozent Marktanteil bei den Webzugriffen eingebüßt, verzeichnen im 4. Quartal 2012 aber noch zwei Drittel aller Marktanteile für sich. Am stärksten hat das iPhone verloren, etwas mehr als 50 Prozentpunkte Marktanteil über den Gesamtzeitraum. Heute findet noch etwa jeder Vierte Webzugriff mit einem iPhone statt. Ein Grund für den sinkenden Anteil ist das 2010 erstmals vorgestellte iPad, das heute 40 Prozent erreicht. Android-Geräte machen mittlerweile 21,3 Prozent des mobilen Traffics aus. Eine Überraschung bietet die Samsung Galaxy-Linie: Alle Modelle zusammen sind für knapp elf Prozent der mobilen Webzugriffe verantwortlich.

In Zahlen: Die mobilen Geräte von Apple (iPhone, iPad, iPod) verzeichnen 67,4 Prozent (minus 0,4 Prozent). Das iPad legt nur leicht zu und verzeichnet 40 Prozent (plus 0,1 Prozent) Marktanteil. Apple iPhones mit iOS 5 (iPhone 3GS, 4 und 4S) erreichen 10,8 Prozent (minus 11,4 Prozent), Geräte mit iOS 4 (hauptsächlich iPhone 3G) zwei Prozent (minus 0,6) Marktanteil. Gewinner der Entwicklung ist iOS 6, das 12,8 Prozent (plus 12,2) verzeichnet. Der iPod verliert ebenfalls leicht und erreicht 1,7 Prozent (minus 0,3). Alle Android-Geräte zusammen landen bei 21,3 Prozent. Geräte mit Android-Versionen vor 2.3 verzeichnen 0,3 Prozent (minus ein Prozent) Marktanteil, Geräte mit 2.3 bis 3.1 verzeichnen 4,3 Prozent (minus 4,7) und Geräte mit dem neuen Android 4.0 verlieren 1,2 Prozent und fallen von 5,6 auf 4,4 Prozent. Das HTC Desire erreicht 1,4 Prozent (minus 0,2), alle Geräte der Samsung Galaxy-Linie zusammen ordentliche 10,9 Prozent (plus 6,8). Alle anderen Modelle kommen auf einen Marktanteil von 11,3 Prozent (plus 0,5).

Windows 7 stärker als XP und Vista zusammen

Vor einem Jahr noch lagen Windows 7 und Windows XP mit jeweils um die 30 Prozent Marktanteil fast gleichauf. In Quartal 4/2012 ist Windows 7 mit knapp 50 Prozent stärker als XP und Vista zusammen. Windows 7 konnte seinen Marktanteil im ersten Halbjahr nach der Markteinführung versechsfachen, Windows 8 seinen nur dreieinhalb Mal steigern. „Windows 7 ist das meistgenutzte Betriebssystem im deutschen Web. Das neue Windows 8 wächst langsamer als seinerzeit Windows 7 im 4. Quartal 2009. Dabei wird das Update so günstig wie nie angeboten. Möglicherweise haben die Nutzer Bedenken und sind verunsichert, ob sie einen neuen Touch-PC benötigen, um es voll zu nutzen“, kommentiert Christian Sauer, Geschäftsführer von Webtrekk, die Zahlen der Desktop-Betriebssysteme.

In der Langzeitbetrachtung seit dem 4. Quartal 2008 stehen 4,1 Prozent Verlust von Microsoft Zugewinne von fünf Prozent bei Mac OS X und 1,6 Prozent bei Linux gegenüber. In Zahlen: Microsoft Windows dominiert mit 87,1 Prozent (minus 0,4 Prozent) weiterhin den Markt der Betriebssysteme. Dabei gewinnt Windows 8 etwa 0,4 Prozent Marktanteile und steigt auf 0,6 Prozent. Windows 7 kann seinen Vorsprung im 4. Quartal weiter ausbauen und kommt auf einen Anteil von 50 Prozent (plus 1,5). Windows XP verliert 1,6 Prozent und fällt dadurch auf 25,5 Prozent Marktanteil, Windows Vista landet bei 10,3 Prozent (minus 0,6), alle anderen Windows-Betriebssysteme bei 1,4 Prozent. Mac OS X gewinnt in diesem Quartal 0,6 Prozent und erhöht dadurch seinen Marktanteil auf 10,6 Prozent. Diese verteilen sich auf Mac OS X 10.6 mit 3,8 Prozent (minus 0,1), Mac OS X 10.7 mit 3,1 Prozent (minus 0,4), Mac OS X 10.5 mit 1,1 Prozent (unverändert) und sonstige Mac OS X mit 2,7 Prozent. Linux verliert 0,1 Prozent und landet bei 1,6 Prozent gesamt. Andere Betriebssysteme werden mit 0,6 Prozent (minus 0,1) kaum genutzt.

Neun von zehn Suchanfragen laufen über Google

Seit dem 4. Quartal 2009 bis heute werden in Deutschland rund 90 Prozent der Anfragen über die Google-Suche gestartet. Der Einschätzung Sauers zufolge ist der Suchmaschinen-Markt somit zementiert: „In Deutschland haben die Konkurrenten offenbar kein Feature angeboten, das die Nutzer zum Wechsel veranlasst hätte. Google bleibt bei über 90 Prozent, und das, obwohl Microsoft große Erwartungen an Bing hatte und es auf den Windows-Rechnern als Suchmaschine voreingestellt ist“, sagt der Webtrekk-Geschäftsführer.

In Zahlen: Google bleibt mit 90,3 Prozent Anteil (minus 0,6 Prozent) Marktführer. Die Wettbewerber rangieren in Deutschland weit abgeschlagen und erreichen in diesem Quartal gerade einmal die Ein-Prozent-Hürde: Bing verzeichnet 1,7 Prozent Marktanteil (plus 0,2), T-Online bleibt bei einem Prozent. Yahoo rangiert mit 0,8 Prozent (plus 0,1) noch darunter. 6,3 Prozent Marktanteil (plus 0,2) verteilen sich auf alle anderen Suchmaschinen.

Cookies: Neun von zehn Usern akzeptieren 3rd-Party-Cookies

Im Langzeittrend zeigt sich kein Einstellungswandel: 90,4 Prozent der Internetnutzer akzeptieren 3rd-Party-Cookies, 9,6 Prozent nicht.

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