Suche

Anzeige

Digitale Kreation und die Zukunft der Agenturen: „Wer nicht weiß, was richtig ist, kann nichts falsch machen“

Markus Maczey von Creative Director Plan.Net

Am 11. April werden in Berlin zum fünften Mal die Deutschen Digital Awards vergeben: Markus Maczey, Jury-Mitglied und Creative Director von Plan.Net, hat sich vorab mit der absatzwirtschaft unterhalten. Was ist überhaupt digitale Kreation, und was müssen Agenturen können?

Anzeige

Was ist digitale Kreation?

Ist nicht irgendwie alles digitale Kreation? Jede Kreation ist doch heutzutage zumindest darauf ausgelegt, digital konsumiert zu werden. Egal ob ein Film, ein Motiv, eine E-Mail oder ein Dialog. Alles ist in irgendeiner Form Content, der konsumiert werden möchte.

Interessant wird es allerdings dann, wenn neue Techniken und Kanäle verwendet werden, um auf überraschende Art und Weise Botschaften zu senden. Das ist die hohe Kunst.

Was hat sich digitale Kreation 2018 verändert, worauf müssen sich Agenturen für die Zukunft vorbereiten?

Die besondere Herausforderung besteht darin, die neuen technischen Möglichkeiten kreativ zu nutzen. Daten sind erstmal nur Daten, Programmatic Advertising ist eine Technik und Chatbots eine Software. Die Aufgabe von Kreativen ist es nun, diese Plattformen und Kanäle kreativ zu bespielen. Dazu muss man als Kreativer allerdings heute viel, viel mehr Wissen haben. Die Zeit des leeren Blatt Papiers als Start jeder guten Idee ist vorbei.

Das gilt auch für die Agenturen als Ganzes. Ein ganzheitliches Verständnis der heutigen Möglichkeiten und Technologie-Trends ist die Grundvoraussetzung. Dazu kommt eine gewisse Unsicherheit in der Industrie. Was ist richtig? Auf welche Technik sollte man bestenfalls setzen? Die Halbwertszeit von Kommunikationstrends nimmt von Jahr zu Jahr ab, da kann man schon verstehen, dass sowohl Agenturen wie Kunden nicht mehr genau wissen, auf welches Pferd sie setzen sollen. Die gute Nachricht: Wenn niemand weiß, was richtig ist, kann man auch nichts falsch machen.

Gibt es einen Geheimtipp für die Erstellung guter digitaler Arbeiten?

Klar: verstehen wie das Internet funktioniert, Und neugierig und offen sein. Und das Wichtigste: Keine Angst vor Fehlern und einfach mehr ausprobieren!

Zum Autor: Markus Maczey (1976) ist ein bayrischer Creative Director. Nach über 10 Jahren als Designer und Art Director in Agenturen wie Jung v. Matt und .start, seit 2008 in der Serviceplan-Gruppe als Executive Creative Director und Geschäftsführer bei der Digital Tochter Plan.Net. 

Anzeige

Digital

BGH prüft Instagram-Posts von Influencerinnen

Wann müssen Influencerinnen ihre Beiträge als Werbung kennzeichnen? Der BGH prüft das anhand von drei Fällen, darunter Cathy Hummels. Die Branche und auch Juristen hoffen auf Klarheit. mehr…


 

Newsticker

Warum heißt die Marke so? Heute: Aral

Der Name der bekanntesten Kraftstoffmarke in Deutschland hat nichts mit dem inzwischen fast…

Wie RWE seine Marke in ein neues Zeitalter führt

Lange Zeit stand RWE für Strom aus Braunkohle und Atomkraftwerken. Aber das ist…

BGH prüft Instagram-Posts von Influencerinnen

Wann müssen Influencerinnen ihre Beiträge als Werbung kennzeichnen? Der BGH prüft das anhand…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige