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„Die E-Mail wird das wichtigste Tool bleiben“

Die Aussteuerung von Disclaimern und Signaturen in E-Mails entscheidet mit über die Wahrnehmung eines Unternehmens. marketingIT sprach beim ersten Solution Forum mit Exclaimer-CEO Andrew Millington darüber, wie er auf die Idee kam, einen eher untergeordneten Bereich ins Zentrum für sein Business zu rücken.

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Herr Millington, den Disclaimer einer E-Mail zum Gegenstand einer Software-Lösung zu machen, überrascht im ersten Moment. Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

ANDREW MILLINGTON: Wir sind schon seit 15 Jahren ein Software-Unternehmen, aber 2001 wollten Kunden eine Lösung haben, die automatisch Disclaimer an E-Mails anhängt. Also entwickelten wir eine Lösung. Das Problem war, dass bei der Microsoft Outlook Version 5.5 das Anhängen eines Disclaimers noch möglich war, beim Wechsel auf die 2000er Version aber nicht mehr.

Also haben Sie etwas entwickelt.

MILLINGTON: Das klang zunächst einfach, eine Software zu entwickeln, die schlicht einen Disclaimer anhängt. Es kostete uns dann aber tatsächlich sechs Monate, um ein solches Programm zu entwickeln. Wir dachten, wir verkaufen vielleicht zwei Lizenzen am Tag, aber nach drei Monaten hatten wir HP am Telefon. Die wollten 100 000 Lizenzen wiederum für ihre Kunden haben. Und wir supporten HP noch heute. So ist es von einer Art Hobby zu einem großen ernstzunehmenden Unternehmen gekommen.

Was haben Sie in den Jahren vor 2001 gemacht?

MILLINGTON: Wir haben Software entwickelt für den National Health Service, die Regierung oder kleinere und mittlere Betriebe. Die IT-Lösungen reichten von Marketing über Produktion bis hin zu Datenbank-Lösungen.

Haben Sie in Ihrem Segment Wettbewerber?

MILLINGTON: Da gibt es nur eine Hand voll, wobei wir die breiteste Produktpalette haben, da wir im Bereich Desktop und Server zu Hause sind, während die Wettbewerber meist nur in einem der beiden Bereiche anzutreffen sind. Und wir haben die meisten Installationen weltweit – nämlich 32 Millionen.

Welche Branchen greifen am häufigsten auf ihre Lösung zurück?

MILLINGTON: Wir haben im Grunde aus jedem Marktsegment Kunden: von Finanzdienstleistung über Telekommunikation bis hin zu Kommunen und Ämtern, insbesondere die Microsoft nutzen.

Das heißt, wenn Microsoft im Spiel ist, müssen Sie kommen…?

MILLINGTON: Ja genau, wir kommen dann immer als Ergänzung oben drauf. Obwohl Microsofts Outlook Exchange Unit, die immerhin die neuntgrößte Software Company weltweit ist, auch eine Lösung bietet.

Wenn man in die Zukunft schaut: Sehen Sie ein Kommunikationstool, was der E-Mail folgen könnte?

MILLINGTON: Nein, die E-Mail wird das wichtigste Tool bleiben. Allein an den Wegen, wie wir E-Mails empfangen, wird sich sicherlich etwas ändern, wie zum Beispiel heute das Handy ein wichtiger Kanal ist.

Das Gespräch führte Christian Thunig.

Mehr Informationen finden Sie unter:
www.exclaimer.de

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