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Die Diskussion um Diesel-Fahrverbote lässt die Autokäufer kalt

Der Diesel nimmt stark ab

Die Zahl der Diesel-PKW auf deutschen Straßen hat sich in den vergangenen fünfzehn Jahren fast verdoppelt. Aktuell beläuft sich der Marktanteil der Selbstzünder bei PKWs in Deutschland auf circa 42 Prozent.

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Vor dem Hintergrund der Bedeutung moderner Diesel-PKWs in Deutschland hat sich die Nürnberger Marktforschung Puls mit der Frage beschäftigt, ob und inwieweit die Diskussion um Diesel-Fahrverbote in Innenstädten zur Zurückhaltung beim Kauf von Diesel-Autos führt. Dazu hat Puls im Rahmen einer repräsentativen Studie 1.009 Autokäufer in Deutschland befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Deutschlands Autokäufer von der Diskussion um mögliche Innenstadt-Fahrverbote kurzfristig kaum beeindrucken lassen: Obwohl stattliche 86 Prozent von den möglichen Diesel-Fahrverboten in Innenstädten gehört haben, erwägen 42 Prozent nach wie vor die Anschaffung eines Diesel-Fahrzeugs.

Vor allem Jüngere (54 Prozent) erwägen trotz drohender Fahrverbote die Anschaffung eines Diesel-PKWs/ Zum Vergrößern anklicken

Auch jüngere Autokäufer an Diesel interessiert

Da dieser Anteil gleichauf mit dem aktuellen Marktanteil von Diesel-PKWs in Deutschland liegt, kann wohl von stabilen Diesel-Marktanteilen ausgegangen werden. Positiv für die Zukunft des Diesels ist darüber hinaus auch, dass von jüngeren Autokäufern (unter 30 Jahren) sogar 54 Prozent den Kauf eines Diesel-PKWs erwägen. „Offensichtlich sind Jüngere besonders empfänglich für den Preisvorteil des Diesels an der Zapfsäule“, interpretiert puls Geschäftsführer Dr. Konrad Weßner die Ergebnisse.

Mögliche Diesel-Fahrverbote würden sich eher langfristig auf den Verkauf von Diesel-PKWs auswirken/ Zum Vergrößern anklicken

Imageproblem kurbelt Verkauf von Elektroautos an

Andererseits sehen aber trotz der modernen und mittlerweile sauberen Euro-6-Diesel 57 Prozent der deutschen Autokäufer in möglichen Fahrverboten für Selbstzünder einen langfristigen Einfluss auf den Verkauf von Diesel-Fahrzeugen. „Offensichtlich haben Diesel-Fahrzeuge in Deutschland ein Imageproblem, das durch eine Aufklärungskampagne zur Umweltfreundlichkeit der modernen Euro-6-Diesel dringend angegangen werden sollte“, empfiehlt Puls Chef Weßner. Das Imageproblem des Diesel-Antriebs ist laut einer weiteren Puls-Studie auch Rückenwind dafür, dass Elektroantriebe kontinuierlich an Zukunftskompetenz gewinnen.

Der Elektroantrieb gewinnt kontinuierlich an Zukunftskompetenz / Zum Vergrößern anklicken

 

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Kommentare

  1. Die Grundaussage beruhigt. Schliesslich ist ein moderner, neuer Diesel auch wie zuvor schon mit der sauberste Verbrenner, den es gibt. Sicher kann man den sogar noch verbessern, aber da ist man ja dran. In diesem Zusammenhang (wie in den Medien leider oft zu lesen und zu hören) von “Dreckschleudern” zu sprechen, ist schiere Polemik und zeugt von der Unwissenheit vieler Journalisten, die nur auf populistische Gassenhauer aus sind. Auch wenn ich persönlich das Verhalten von VW in der “Dieselgate” Affäre auf’s Äusserste missbillige, so sind deren Motoren trotzdem auf sehr hohem Niveau in puncto Umweltfreundlichkeit. Nicht so gut, wie es hingeschummelt wurde, aber dennoch keine Dreckschleudern. Warum nur immer diese Schwarz-Weiss-Malerei?
    Wir müssen aktuell mit dem leben, was aktuell realistisch möglich ist. In ein paar Jahren sieht das alles schon wieder anders aus. Wer heute schnell und kurzfristig messbar die CO2 -Werte (ebenso wie NOx) runterkriegen will, muss einfach Tempolimits einführen! So einfach ist die Sache. Allein ein Limit auf 130 km/h bringt hier glatt 1-2 Liter auf 100 km, und das bei jedem Fahrzeug! Rechnen Sie das mal hoch!
    Von den “eingesparten” Toten und Verletzten ganz zu schweigen. Aber offenbar ist dieses Thema ein noch größeres Tabu als alles andere.
    Pragmatik, stichhaltige Fakten und ein klarer Verstand sind heutzutage einfach nicht so auf der Tagesordung und daher leider sehr selten zu sehen.

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