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Deutschland ist die beliebteste Marke der Welt

Deutschland
Nation Brands Index: Vor allem die Qualität deutscher Produkte werden international sehr positiv wahrgenommen. © Christian Wiediger (Unsplash)

Die "Marke Deutschland" genießt weltweit ein hohes Ansehen. Die Bundesrepublik setzte sich in einer Studie zum Markenimage gegen 50 andere Nationen durch. Chinesen vertrauen dem Prädikat "Made in Germany" dabei am meisten.

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Deutschland hat zum dritten Mal in Folge die Spitzenposition im sogenannten “Nation Brands Index” behauptet. Bei der Studie von Ipsos in Zusammenarbeit mit dem Politikberater Anholt wird jährlich das Markenimage von insgesamt 50 Nationen weltweit ermittelt. Untersucht wird die aktuelle Reputation eines Landes in sechs verschiedenen Kategorien: Exporte, Regierung, Kultur, Menschen, Tourismus sowie Immigration und Investitionen. Nach den Jahren 2008, 2014, 2017 und 2018 wird das NBI-Ranking 2019 bereits zum fünften Mal von der “Marke Deutschland” angeführt.

Der größte Vorteil der Bundesrepublik liege laut den Studienautoren in der konstanten Stärke über mehrere Reputationskategorien hinweg. Vor allem der deutsche Arbeitsmarkt und die Qualität deutscher Produkte würden international sehr positiv wahrgenommen – in beiden Bereichen rangiert Deutschland auf Platz 1.

Das weltweit höchste Ansehen genießt die Bundesrepublik bei den Chinesen. In vier der sechs Oberkategorien (Exporte, Regierung, Menschen, Immigration und Investitionen) führt hier die “Marke Deutschland” die Rangliste an.

Frankreich und Kanada rücken in die Top 3

Mit Ausnahme des Spitzenreiters Deutschland ist der diesjährige Nation Brands Index jedoch von erheblichen Verschiebungen geprägt. Frankreich rücke laut Ipsos und Anholt “insbesondere durch Reputationsgewinne der französischen Regierung” auf den zweiten Platz vor, Kanada belegt erstmals Rang drei. Das Vereinigte Königreich, das seit 2011 durchgängig den dritten Platz belegt hat, fällt in diesem Jahr auf den vierten Rang zurück.

Vor allem die verhältnismäßig schlechte Reputation in den beiden Kategorien Menschen und Regierung schwächt derzeit das allgemeine Ansehen Großbritanniens in der Welt. Japan verliert sogar drei Positionen und rangiert nur noch auf Platz 5. Wie schon im vergangenen Jahr werden die Top 10 durch die USA, Italien, die Schweiz, Schweden und Australien komplettiert.

Image der USA stabilisiert sich

Nachdem die Vereinigten Staaten von Amerika in der Vergangenheit bereits sieben Mal (zuletzt im Jahr 2016) das NBI-Ranking anführten, rangieren die USA seit 2017 nur noch auf Platz sechs. Vor allem in den Bereichen Menschen und Regierung hat das weltweite öffentliche Ansehen der USA in den vergangenen drei Jahren drastisch abgenommen. Allerdings: Zum ersten Mal seit 2016 hat sich aktuell die Gesamtbewertung wieder verbessert.

Nationen als “Persönlichkeiten”

Beim diesjährigen Nation Brands Index wurden die Befragten zusätzlich darum gebeten, jedes Land mit bis zu drei Persönlichkeitsmerkmalen zu beschreiben. Ergebnis der Befragung: Die Schweiz wird weltweit als die vertrauenswürdigste Nation angesehen (32 Prozent), Neuseeland als die freundlichste (40 Prozent) und glücklichste (32 Prozent). Japan wird als besonders kreativ wahrgenommen (36 Prozent), Brasilien und Spanien gelten dagegen als besonders unterhaltsam (je 31 Prozent). Deutschland wird am häufigsten das Attribut “stark” zugeschrieben (39 Prozent).

Umweltschutz global das größte Anliegen

Darüber hinaus wurde beim NBI 2019 auch nach den derzeit dringlichsten Herausforderungen für die Weltgemeinschaft gefragt. Weltweit sind den Ergebnissen zufolge fast vier von zehn Personen (38 Prozent) der Überzeugung, dass der Umweltschutz derzeit das größte globale Anliegen ist. Die Gewährleistung einer sicheren Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser ist global gesehen momentan das zweitwichtigste Thema (28 Prozent), dicht gefolgt von der Beilegung gewaltsamer Konflikte (27 Prozent).

Methodik: Der Anholt-Ipsos Nation Brands Index wurde vom 15. Juli bis 29. August 2019 erhoben. Bei einer Online-Umfrage wurden insgesamt 20.035 Personen aus 20 Ländern ab 18 Jahren interviewt. Es wurde eine Gewichtung der Daten vorgenommen, um die demografischen Merkmale auszugleichen und damit sicherzustellen, dass die Stichprobe die aktuellen offiziellen Strukturdaten der erwachsenen Bevölkerung eines jeden Landes widerspiegelt.

Die folgenden 50 Länder wurden untersucht:

  • Nordamerika: Kanada, USA
  • Westeuropa: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Nordirland, Norwegen, Österreich, Polen, Russland, Schottland, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn
  • Asien-Pazifik: Australien, China, Indien, Indonesien, Japan, Neuseeland, Singapur, Südkorea, Taiwan, Thailand
  • Lateinamerika: Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Mexiko, Peru
  • Mittlerer Osten/Afrika: Ägypten, Botswana, Katar, Kenia, Nigeria, Saudi-Arabien, Südafrika, Vereinigte Arabische Emirate

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Kommentare

  1. Bei dieser Studie stellen sich zahlreiche Fragen:
    – wer finanziert die Studie?
    – wie kann eine Online-Studie repräsentativ sein, die von vorn herein nur einen kleineren Teil der Bevölkerung erreichen kann?
    – wie weit geht die “Gewichtung”? Wenn es in einem Land 50% Frauen gibt und es nehmen nur 5% Frauen teil: wird dann auf 50% hochgerechnet?

    Es ist auch problematisch, ein Land als “Marke” zu bezeichnen. Eine Marke ist ein Qualitätsversprechen. Ohne dieses hat eine Marke keinen Sinn.

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