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Deutscher Marketing Tag 2018: Hat nicht nur klüger, sondern auch Spaß gemacht

Der 45. Deutsche Marketing Tag ist vorbei und in diesem Jahr drehte sich viel um den Kunden. Sowohl bei Lego, Lamborghini oder Brave, der Firma des legendären Brendan Eich, fiel das Wort "customer-centric" immer wieder. Wie erreiche ich ihn zukünftig und wie kann ich seine Bedürfnisse am besten erfüllen. Die absatzwirtschaft blickt zurück auf zwei lehrreiche Tage.

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1500 Top-Leute, gute Themen, beste Stimmung. Für alle, für die Inspiration und Networking Hauptgründe sind, einen Deutschen Marketing Tag (DMT) zu besuchen, war der Hannnoveraner DMT ein voller Erfolg. Die Veranstaltung fing Mittwochnachmittag schon gut an. Die Vorträge in den Räumen der HDI-Arena waren proppenvoll, die Stimmung gut. Von dort ging es ins Hannoveraner Rathaus zum „WarmUp”. Warm war es in dem Kuppelsaal zwar nicht, aber ein gelungener Abend, weil das Networking unter Marketern einfach reibungslos funktioniert, jeder mit jedem ins Gespräch kommen konnte und allgemein gute Laune herrschte. Auch die Verleihung des Deutschen Marketing Preises – Glückwunsch an Kärcher! – einen Abend später war ein voller Erfolg.

Das „Age of You”

Inhaltlich auffällig am DMT 2018: Zwar ging es in den Vorträgen natürlich um Digitalisierung, Technologie und Innovation, aber es wurde nicht das übliche was-kann-digital-was-analog-nicht-kann diskutiert. Sondern wie man Menschen am besten erreicht, welche Bedürfnisse sie haben, was sie von Unternehmen erwarten, wie man sie am besten einbezieht. Wir leben, berichtete Katia Bassi, Global CMO von Lamborghini, im „Age of You”: „being customer-centric ist the key”, so ihr Credo. Die Fokussierung auf Kunden war auch ein wichtiger Punkt im großartigen Vortrag der Lego-Marketingchefin Rebecca Snell (Lesen Sie mehr dazu HIER). „Crowd-sourced insight, ideas and content from fans” zählen zu einem von sieben Erfolgskriterien des Unternehmens. Snell berichtete sympathisch, offen und substanziell darüber, wie sich das Unternehmen aus der Krise mit klugem Marketing wieder zum Erfolg zurückarbeitete. „It’s all about voice. Voice! Voice! Voice!”, ist nur einer von Snells Sätzen, die hängenblieben. Lego kooperiert mit Amazons Alexa – ab sofort kann man sein Kind vom digitalen Sprachassistenten bespaßen lassen. Ein anderer schöner, weil hoffnungsfroher Satz von Rebecca Snell: „When you face a big challenge it makes you stronger.” Das ist eine gute Botschaft für die komplette Marketing-Gemeinde, schließlich wird
das Geschäft nicht einfacher.

Ein Tag voller innovativer Ideen

Einfach hat es auch Dirk Ahlborn, CEO von Hyperloop, nicht, denn er will nichts Geringeres, als die Welt zu verändern (Lesen Sie mehr dazu HIER). Gern hätte man ihn noch gefragt, was genau er gemeint hat, als er andeutete, Innovationen seien in Demokratien schwieriger durchzusetzen, oder dass insbesondere in Deutschland die Journalisten Hyperloops größtes Problem seien. Aber: geschenkt: Man kann dem Mann nur Glück wünschen, schließlich tritt er an, Waren und Menschen schneller, umweltfreundlicher und besser von A nach B zu transportieren.

Eine neue Technologie, die Kunden glücklich und Google, Facebook & Co. Angst machen wird, präsentierte der Brave-Chef Brendan Eich. Der legendäre Programmierer will die Internetwerbung revolutionieren – Blockchain-basiert, individualisiert und mit einer deutlichen besseren User Experience, denn es wird belohnt, wer sich Werbung ansieht. Snell, Bassi, Ahlborn, Eich – das sind nur vier Menschen von vielen, die im Rahmen des randvoll gepackten DMT-Programm für Gesprächsstoff sorgten. Der Wunsch von DMV-Präsident Ralf Strauß nach Tiefgang und Substanz hat sich erfüllt: Der DMT hat nicht nur klüger, sondern auch Spaß gemacht.

Der nächste DMT findet am 4. und 5. Dezember 2019 in Düsseldorf statt. Dann soll es vor allem um KI-Anwendungsfälle, Markenentwicklung, Marketing Automation, und, so Ralf Strauß, die ganz handfeste Frage gehen: „Wie, zum Henker, machen wir Marketing denn jetzt?”

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