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Deutsche verwandeln sich in „Konsum-Optimisten“

Nach einer nur kurzen Verschnaufpause im Vormonat hat sich die Konsumlaune der deutschen Verbraucher aktuell wieder verbessert. Bei unverändert positiver Konjunkturerwartung legt die Anschaffungsneigung spürbar zu, wie die Konsumklimastudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für den Monat Januar 2011 ergeben hat. Lediglich die Einkommenserwartung müsse leichte Einbußen hinnehmen, sie bewege sich aber auf hohem Niveau.

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Vor allem die Anschaffungsneigung sorge in diesem Monat dafür, dass das Konsumklima seinen Aufwärtstrend nach einer kurzen Unterbrechung wieder aufnehmen kann. Verantwortlich dafür seien in erster Linie die erfreulichen Aussichten für den Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Vormonat liegt die Konjunkturerwartung als Teilindikator der Konsumklimastudie unverändert bei 58,8 Punkten. Die dynamische Entwicklung des Indikators zeige sich vor allem im Jahresvergleich: Gegenüber Januar 2010 verzeichnet er ein Plus von gut 57 Punkten. Die vor kurzem vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen für das Bruttoinlandsprodukt 2010 belegten eindrucksvoll, dass Deutschland die Krise im vergangenen Jahr überraschend schnell hinter sich gelassen hat. Ein reales Wachstum von 3,6 Prozent sei das höchste seit der Wiedervereinigung.

In diesem Zusammenhang betont Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, CEO GfK SE, dass sich der deutsche Verbraucher geradezu vom „Konsum-Muffel“ zum „Konsum-Optimisten“ gewandelt habe – ein regelrechter Paradigmenwechsel: „Unsere Studien in den europäischen Key-Industrieländern zeigen, dass die von uns gemessene und für das Konsumklima wichtige Konsumneigung in Deutschland im europäischen Vergleich – mit Abstand – am stärksten ausgeprägt ist.“ Der Konsum werde im Jahr 2011 deutlich anziehen und mindestens um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen. Dies wertet Wübbenhorst als wichtiges Signal für Deutschland – denn damit stütze der Konsum als zweite Säule neben dem Export den Aufschwung und verhelfe der Wirtschaft zu nachhaltigem Wachstum. Und die deutsche Wirtschaft brauche beide Standbeine.

Der aktuellen Studie zufolge muss die Einkommenserwartung allerdings zum zweiten Mal in Folge Einbußen hinnehmen. Mit einem aktuellen Wert von 37,7 Punkten (minus 2,6 Punkte) liege der Indikator aber immer noch auf einem sehr guten Niveau. Im Vergleich zum Januar 2010 verbuche er ein Plus von gut 25 Zählern. Nach wie vor setzen die Konsumenten nach Erkenntnissen der GfK hohe Erwartungen in ihre künftige Einkommensentwicklung. So hofften vor allem die Beschäftigten, dass sich die Löhne und Gehälter in diesem Jahr wieder stärker erhöhen als zuletzt. Zudem werden viele der vereinbarten Lohn- und Gehaltserhöhungen in diesem Jahr um zwei Monate vorverlegt. Der leichte Rückgang des Indikators sei vermutlich auf die zuletzt wieder gestiegenen Preiserwartungen zurückzuführen. Denn zuletzt hätten vor allem die Energie- und Lebensmittelpreise angezogen.

Die Anschaffungsneigung könne das Minus aus dem Vormonat im Januar mehr als kompensieren. Der Indikator lege um acht Punkte zu und weise nun mit 41,8 Zählern den höchsten Stand seit Dezember 2006 auf. Der Gesamtindikator prognostiziere für Februar 2011 einen Wert von 5,7 Punkten nach revidiert 5,5 Zählern im Januar. Damit ziehe das Konsumklima wieder an. Die Binnennachfrage, und hier insbesondere der Konsum, werde damit zu einem zunehmend wichtigeren Faktor der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Konjunktur in Deutschland erhalte neben dem Export ein starkes zweites Standbein und sei damit nicht ausschließlich von Erfolg oder Misserfolg der Ausfuhren abhängig. Deutschlands weitere wirtschaftliche Entwicklung stehe auf einem breiteren Fundament und habe damit die Chancen auf eine nachhaltig positive wirtschaftliche Entwicklung spürbar verbessert.

www.gfk.com

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