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Deutsche vermissen Shopping in der Innenstadt

Shopping
Im Lockdown ist das unbeschwerte Einkaufen in der Innenstadt nicht möglich, doch die Sehnsucht danach scheint weiterhin groß zu sein. © Imago

Die deutschen Innenstädte sind seit dem im Dezember 2020 gestarteten Lockdown weitestgehend leer – stationäre Geschäfte leiden. Und gleichzeitig boomt der Online-Handel. Doch immerhin: Sobald Läden wieder öffnen dürfen, können die Innenstädte mit Zulauf rechnen, wie die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage andeuten.

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Das Marktforschungsinstitut Appinio hat im wöchentlich erscheinenden Corona-Report 1000 Menschen repräsentativ (nach Alter und Geschlecht) befragt, was sie von der andauernden Schließung des stationären Handels halten – und wie der Lockdown den Hang zum Online-Shopping beeinflusst. Die Ergebnisse im Überblick:

Große Sehnsucht nach Innenstadt und Shopping-Ausflug

Der Einkauf in der Innenstadt war vor der Corona-Pandemie fester Bestandteil vieler Deutscher. Ein Drittel (36 Prozent) der Befragten sind mindestens einmal pro Woche zum Einkaufen oder Shoppen in die Innenstadt oder Geschäfte gegangen, 45 Prozent mindestens einmal pro Monat.

Seit dem Lockdown ist das unbeschwerte Shopping nicht mehr möglich, doch die Sehnsucht danach ist weiterhin groß, was sich auch in den Antworten der Befragten widerspiegelt: Ganze 75 Prozent vermissen das Einkaufen in Geschäften und der Innenstadt (sehr bis eher), mit nur leichten Unterschieden zwischen Frauen und Männern (77 vs. 73 Prozent).

Gründe für den Einkauf vor Ort

Es gibt viele Gründe, warum Menschen lieber vor Ort kaufen:

  • 82 Prozent schätzen die sofortige Verfügbarkeit.
  • 81 Prozent der Befragten wollen Produkte vor Ort ausprobieren, anfassen oder anziehen.
  • 75 Prozent der Befragten freuen sich, keine Versandkosten bezahlen zu müssen.
  • Auch das Stöbern, Entdecken und die Suche nach Inspiration sind häufig genannte Gründe, um bei lokalen Händlern einzukaufen (76 Prozent).

Weniger wichtige Aspekte für viele Befragten, um vor Ort einzukaufen, sind:

  • ein (vor)ausgewähltes Angebot (57 Prozent)
  • die persönliche Beratung (61 Prozent)
  • persönliche Ansprechpartner, wenn es um Umtausch oder Reklamation geht (68 Prozent)

Lockdown fördert Online-Shopping

Ist der Einzelhandel geschlossen, gehen viele Konsumenten dazu über, ihr Wunschprodukt online zu bestellen. 78 Prozent der Befragten finden es (sehr bis eher) wichtig, dass lokal ansässige Einzelhändler mit ihrem Angebot auch online auffindbar sind. Die Schließung der lokalen Geschäfte hat kaum überraschend eher positive Effekte für das Online-Shopping. So haben 67 Prozent der Befragten etwas im Internet bestellt, was sie sonst im Einzelhandel oder anderen stationären Geschäften erworben hätten. Hier gibt es signifikante Unterschiede zwischen Frauen und Männern (71 vs. 62 Prozent).

Lebensmittel werden weiter offline gekauft

Dürfen demnächst mehr Branchen und Geschäfte öffnen, haben auch Konsumenten die Wahl, ob sie wieder mehr vor Ort oder doch online einkaufen:

  • 82 Prozent würden Lebensmittel nach wie vor offline kaufen.
  • Mit großem Abstand dahinter liegen Produkte aus der Apotheke oder Drogerie (66 Prozent) sowie Dinge für den Garten oder Hausbau (63 Prozent).

Dagegen vermehrt online geshoppt würden Bücher, Spielzeuge und andere Gegenstände fürs eigene Hobby (39 Prozent), Elektronik und Technik (37 Prozent) sowie Sportartikel wie Yogamatten oder Fahrräder (31 Prozent).

Detaillierte Ergebnisse aus der aktuellen Welle und den kompletten Corona-Report von Appinio können Sie sich hier herunterladen.

absatzwirtschaft+

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