Suche

Anzeige

Deutsche Medien setzen auf Freemium Modell

Kostenfreie Internetportale und zu wenig Anzeigen – das sind die beiden Gründe für die Umsatzeinbrüche bei den deutschen Zeitungen. Die Lösung: Paid-Content-Modelle für den Onlineauftritt einführen. Die Bild hat mit BILDplus gerade ein neues Konzept geliefert. Diese Freemium Modelle – die Mischung aus kostenfreien und kostenpflichtigen Inhalten – sind das verbreitetest Modell in deutschen Medienhäusern.

Anzeige

Die Umsätze der deutschen Zeitungen sind 2012 um 3,3 Prozent geschrumpft. Wesentlich verantwortlich für die Einbußen ist das kriselnde Anzeigengeschäft. So sanken die Nettowerbeumsätze um neun Prozent auf 3,43 Milliarden Euro. Als möglicher Ausweg aus der Misere gilt vielen Verlagen die Einführung kostenpflichtiger Online-Angebote. Laut Angaben des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) haben mittlerweile mehr als 40 Zeitungstitel eine Bezahlschranke im Netz eingeführt, bis Ende des Jahres rechnet der BDZV mit rund 60 Zeitungstiteln.

Aktuell setzen 33 Zeitungen auf ein Freemium Modell. Dabei bleibt ein Teil der Artikel kostenfrei, während der Rest des Online-Angebotes nur nach Erwerb eines Tagespasses oder Abos zugänglich wird. Jüngstes Beispiel für dieses Modell ist BILDplus bei Bild.de.

Sieben weitere Blätter setzen auf das so genannte Metered Model. Ein Beispiel hierfür ist die Welt, bei der Leser monatlich freien Zugang zu maximal 20 Artikel haben. Ist dieses Kontingent erschöpft, müssen sie bis zum nächsten Monat warten oder ein Abo abschließen. Schließlich gibt es noch die harte Bezahlschranke, bei der das komplette Online-Angebot kostenpflichtig wird. Für dieses Modell haben sich bisher vier Zeitungen entschieden. Einen Sonderweg hat die TAZ eingeschlagen, die es ihren Lesern freistellt, ob sie für einen Artikel etwas bezahlen wollen oder nicht.

Die vollständige Liste der deutschen Zeitungen mit Paid Content Angebot finden Sie unter: http://www.bdzv.de/zeitungen-online/paidcontent/

Statista hat die Modelle nach ihrer Beliebtheit dargestellt:

Abbildung: Freemium ist das populärste Paid Content Modell

(Statista/ak)

Anzeige

Kommunikation

“Marke post Corona” – Serie über die Learnings aus der Krise

In unserer Serie "Marke post Corona: Learnings aus der Krise" berichten Marketingverantwortliche über ihre Erfahrungen und Lehren aus der Corona-Zeit. Hier finden Sie alle acht Beiträge der Reihe im Überblick. mehr…



Newsticker

Fiskars-Gartengeräte: Marke als “Enabler”

Können Werkzeuge Kult sein? Für Finnen schon. In seiner Heimat ist der Werkzeughersteller…

Business-News: Metro-Spitze, Börse, Baumarkt-Boom

Täglich prasseln unzählige Nachrichten auf die Marketingbranche ein, die je nach Aufgabengebiet mehr…

Warum heißt die Marke so? Heute: Manta

Ende der Sechzigerjahre – nach dem weitgehenden Abschluss der automobilen Basismotorisierung in Deutschland…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige