Suche

Anzeige

Der Imperativ macht in Österreich den Unterschied

Werbung für Kinder ist erlaubt, sofern sie auf direkte Kaufappelle verzichtet – das entschied jüngst der österreichische Oberste Gerichthof. Dem Urteil (4 Ob 95/13) vorausgegangen war eine Klage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) mit Sitz in Wien gegen die deutsche Walt Disney Company wegen Verstoßes gegen das Unlauterer-Wettbewerbs-Gesetz. Beanstandet wurden die TV- und Online-Werbung für das Videospiel „Disney Universe“ und die Merchandising-Artikel der TV-Serie „Hannah Montana“.

Anzeige

Für die gemeinnützige Verbraucherorganisation VKI wurde die Zielgruppe der schulpflichtigen Kinder direkt zum Produktkauf aufgefordert – mit Aussagen wie „Schlüpf in die Rolle von 45 verschiedenen Disney-Charakteren und erlebe mit deinen Freunden Abenteuer in fantastischen Welten“, „Schaue deine Lieblingsfolge auf DVD“ oder „Hol dir den coolen Soundtrack nach Hause“. Zudem waren diese Botschaften auf verschiedene Online-Shops verlinkt.

Produkterlebnis versus Kaufaufforderung

Der Oberste Gerichtshof sah dies anders – im Unterschied zu den im Vorjahr für unzulässig erklärten Sticker-Sammel-Aktionen der Supermarktketten Spar und Billa. Diese hätten durch Nutzung des Imperativs in Aussagen wie „Hol dir jetzt dein Stickerbuch!“ beziehungsweise „Hold dir hier das Buch dazu!“ direkt zum Kaufen aufgefordert. Bei der Walt Disney Company sei jedoch nur „bloße Mittelbarkeit“ gegeben. Das Unternehmen habe sich darauf „beschränkt (…), auf den bestimmungsmäßen Gebrauch der beworbenen Produkte hinzuweisen, wodurch diese als reizvoll dargestellt wurden“, so der Oberste Gerichtshof.

Anzeige

Kommunikation

“Marke post Corona” – Serie über die Learnings aus der Krise

In unserer Serie "Marke post Corona: Learnings aus der Krise" berichten Marketingverantwortliche über ihre Erfahrungen und Lehren aus der Corona-Zeit. Hier finden Sie alle acht Beiträge der Reihe im Überblick. mehr…



Newsticker

Es ist Black Friday – und was macht Patagonia?

Ungewöhnliche Aktionen wie die "Don’t Buy This Jacket"-Kampagne im Jahr 2011 und konsumkritische…

Von Aldi bis Lidl: Die Discounter drängen in die Innenstädte

Lange Zeit waren die Innenstädte für Aldi und Lidl tabu. Denn die Mieten…

Agentur-Pitches: Öfter mal was Neues?

Ein Agenturwechsel will gut überlegt sein. Denn die Suche nach einem besseren Partner…

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige