Suche

Anzeige

#DeleteFacebook oder was man aus Markensicht jetzt von James Bond lernen kann

Michael Brandtner

Nicht nur die Facebook-Aktie gerät durch den aktuellen Datenskandal unter Druck, auch immer mehr Unternehmen überlegen rund um den Hashtag #DeleteFacebook die eigene Werbung zurückzuziehen oder sogar die eigene Facebook-Seite zu löschen.

Anzeige

Facebook hat aktuell so ein massives Glaubwürdigkeitsproblem, deshalb sollte man bei der eigenen Reaktion massiv auf die eigene Glaubwürdigkeit achten. Dabei sollte man zuerst einmal die drei grundlegenden Möglichkeiten, die es gibt, in aller Ruhe in Betracht ziehen:

(1) Weitermachen wie bisher: Das ist mit Sicherheit nicht die schlechteste Lösung, da uns die Geschichte gelehrt hat, dass Skandale kommen und gehen. Zudem kann man u. U. auch sogar an Share of Mind gewinnen.

(2) Die Werbung auf Zeit einstellen: Damit kann man nicht nur zeigen, dass man diese Sache ernst nimmt, man kann auch, wenn man etwa wie Sonos oder die Commerzbank dies frühzeitig macht, so PR-Potenzial in den Medien generieren.

(3) Die eigene Facebook-Seite löschen: Dies machten etwa Unternehmen wie Tesla oder SpaceX. Nur sollte man dies nur dann tun, wenn man sich wirklich konsequent für immer davon verabschieden will. Dazu könnte und wird aber Facebook mit großer Wahrscheinlichkeit als Kommunikationskanal auch in Zukunft zu wichtig sein. Hier gilt die alte James Bond-Weisheit, dass man niemals nie sagen sollte.

Nicht selbst unglaubwürdig werden

Eines aber sollte man im Zuge einer Glaubwürdigkeitskrise eines anderen nie tun, nämlich selbst die eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen. Genau das riskiert aktuell Dr. Oetker. So hatte man bereits letzte Woche folgende Botschaft auf Twitter parat: „Für 1.000 Retweets löschen wir unsere Facebook-Seite. Ganz bestimmt.“ Diese Grenze war schnell erreicht und die Facebook-Seite von Dr. Oetker Pizza Deutschland mit ihren 132.000 Abonnenten nicht mehr auffindbar. Aber kurz darauf hieß es dann laut einer deutschen Werbefachzeitschrift, dass es sich dabei um eine Aktion „mit einem Augenzwinkern“ handle. Egel welche der drei oben genannten Möglichkeiten man jetzt wählt, man sollte immer auch die langfristigen Konsequenzen für die eigene Marke im Auge haben. Eines sollte man damit mit Sicherheit nicht tun: Selbst die eigene Glaubwürdigkeit riskieren!

Alle Kolumnen von Michael Brandtner lesen.

Die letzten 5 Kolumnen

Digital

Mit Livestreaming Millennials erreichen: Fünf Tipps für einen reibungslosen Livestream

„Bloß nichts verpassen!“ Bei den Vertretern der Millennial-Generation ist die so genannte ‚Fear of missing out’ allgegenwärtig. Deshalb haben sie ihr Handy immer  griffbereit. Eine tolle Chance für Werbungtreibende – sofern sie sich beim Livestreaming auskennen. Was genau dieses Thema so populär und einzigartig macht, erklärt Uli Wolter, geschäftsführender Gesellschafter der Kölner Digitalagentur B+D Interactive. mehr…

Weitere Kolumnen

Anzeige

Newsticker

Mit Livestreaming Millennials erreichen: Fünf Tipps für einen reibungslosen Livestream

„Bloß nichts verpassen!“ Bei den Vertretern der Millennial-Generation ist die so genannte ‚Fear…

Die Grundbausteine des Marketings: Mehr Kritik wagen!

Frage an Radio Eriwan: „Wäre Kritik am Marketing.“ Antwort: „Ja, aber es wäre…

Amazon hat am Prime Day 2018 mehr als 100 Millionen Produkte verkauft

Prime Day bedeutet 36 Stunden bei Amazon shoppen. Anfang der Woche war es…

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

  1. Ich verstehe den ganzen Hype um Facebook nicht. Ich habe gar keinen Account und habe viele echte Freunde und Bekannte die ich ganz einfach kontaktieren und mich mit Ihnen treffen kann. Auch meine zwei Firmen laufen wunderbar ohne Facebook. Wenn man selbst also keinem Wahn unterliegt seine ganze persönliche eigene Welt in der Welt zu verbreiten, ist Facebook so sinnlos wie ein Kropf.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige