Weltfrauentag: Das sagen die Marketingchefinnen

Gleichberechtigung und Diversität sind noch nicht überall selbstverständlich. Daran erinnert der Weltfrauentag am 8. März. Was für eine Bedeutung der Tag für sie einnimmt, haben uns sieben Marketingchefinnen verraten.
Getreu diesem Motto setzen sich am Weltfrauentag viele Menschen für Gleichberechtigung ein. (© Unsplash/Sinitta Leunen)

Elke Pahlke, CMO Babyone :

„Trotz aller Krisen finde ich es gerade jetzt wichtig, dass dieses Thema nicht untergeht, sondern durch den Weltfrauentag weltweite, fokussierte Aufmerksamkeit erhält. Denn Frauenrechte und somit auch Menschenrechte sind leider immer noch keine Selbstverständlichkeit. Vieles, was für uns normal ist, ist für viele Frauen an anderen Orten dieser Welt unerreichbar. Abhängigkeiten und Armut sind dadurch vorbestimmt. Und selbst wir sind mit Blick auf Gehälter und Führungsetagen noch weit von einer echten Gleichberechtigung entfernt.“ 

Elke Pahlke, CMO Babyone 
©Babyone

Kristina Büttner, Marketing Direktorin Tchibo:

„Wir erleben heute eine Vielfalt an Lebensentwürfen für Frauen, die es so noch nie gab. Das ist eine tolle Errungenschaft, über die wir uns an diesem Tag besonders freuen. Gleichzeitig gibt es viele Felder, auf denen wir noch keine echte Parität erreicht haben. Frauen müssen sich also weiterhin gegenseitig unterstützen und pushen, denn es ist noch ein Weg zu gehen.“ 

Kristina Büttner, Marketing Direktorin Tchibo 
©Tchibo

Merle Meier-Holsten, Marketingchefin Visa:

„Den Weltfrauentag finde ich wichtig, um Frauen weltweit Mut zu machen und die Aufmerksamkeit auf positive Vorbilder zu lenken. Entscheidend ist aber, dass Frauen jeden Tag ‚dranbleiben‘. So ist es gelungen, in unserer Arbeitswelt in den vergangenen Jahren durchaus einiges zu bewegen. Bei Visa fördern wir gezielt Diversität, etwa durch ‚equal pay for equal work‘ und die Unterstützung von Frauen in ihrer Karriere. Anders ist Fortschritt in traditionell eher männerdominierten Branchen wie Finanzen und Technologie auch kaum möglich. In den vergangenen Jahren ist mit diesen Initiativen die Zahl der Frauen in Führungspositionen auf 36 Prozent gestiegen und entspricht damit fast dem Frauenanteil im Unternehmen. Zudem spielen Werte wie Gleichheit, Vielfalt und Inklusion auch in unserem Geschäft eine wichtige Rolle. So ist Visa erster offizieller Partner der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023. Viele unserer Initiativen zielen darauf ab, einen gleichberechtigten Zugang von Frauen zum finanziellen und digitalen Ökosystem zu stärken.“ 

Merle Meier-Holsten, Marketingchefin Visa 
©Visa

Michaela Holzäpfel, Marketingleiterin Ritter Sport:

„Frauen haben für Ritter Sport schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Unsere Firmengründerin Clara Ritter hat die Marke Ritter Sport maßgeblich geprägt, denn ohne sie und ihre Idee einer quadratischen Tafelschokolade, die in jede Jackentasche passen sollte, würde unsere Marke in ihrer heutigen Form nicht existieren. Deshalb feiern wir am diesjährigen Weltfrauentag mit einem Post in Social Media Clara und alle Frauen – für Gleichberechtigung und die Anerkennung, die ihnen jeden Tag gebührt!“ 

Michaela Holzäpfel, Marketingleiterin Ritter Sport 
©Ritter Sport

Kerstin Köder, Head of Marketing EMEA SAP:

„Die Zeiten der Forderungen von gleichen Rechten für Frauen gehören hierzulande glücklicherweise der Vergangenheit an. Daher ist der Weltfrauentag für mich eine hervorragende Möglichkeit, weibliche Herzensthemen sichtbar zu machen. In meinem Fall sind das 2023 definitiv #Führung in Zeiten der Unsicherheit und #Transformation. Verbunden mit dem Aufruf: Liebe Kolleg*innen – erfolgreiches Leadership braucht jetzt maximale Transparenz, durchdringende Klarheit und repetitive Kommunikation gepaart mit  Kollaboration, Empathie, Authentizität. Und reflektiert bitte alle einmal: Können WIR das nicht ganz besonders gut?! Daher, liebe Mädels – und auch Jungs: traut Euch was!“ 

Kerstin Köder, Head of Marketing EMEA, SAP 
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Simone Gudlick, Marketingleitung Henkel HCB Hair and Body:

„Henkel hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 Geschlechterparität über alle Führungsebenen hinweg erreichen. Das Unternehmen strebt einen Frauenanteil von 40 Prozent im Top-Management an, was einen deutlichen Sprung nach oben bedeutet, und 50 Prozent im unteren und mittleren Management, um die Grundlage für künftige Führungspositionen zu schaffen und die ‚Pipeline‘ entsprechend zu füllen. Für mich als berufstätige Mutter von zwei Kindern in Vollzeit ist es wichtig, dass moderne Arbeitskonzepte nicht nur propagiert, sondern auch gelebt werden. Am Standort Düsseldorf haben wir bei Henkel beispielsweise drei Kindertagesstätten sowie flexible Arbeitszeitmodelle wie etwa Teilzeit oder Tandems.  Uns bei Henkel ist es wichtig, ein Arbeitsumfeld beitragen, das verschiedene Lebensmodelle unterstützt und damit größtmögliche Vielfalt in den Teams ermöglicht.“

Simone Gudlick, Marketingleitung Henkel HCB Hair and Body
©Henkel

Silke Grell, Marketing-Direktorin Fritz-Kola:

 „Der Weltfrauentag erinnert mich persönlich daran, dass es nicht immer selbstverständlich war, dass Frauen die gleichen Rechte haben. Aber auch heute müssen wir Frauen weiterhin dafür sorgen, dass wir gehört und gesehen werden. Die vielen tollen Netzwerke, in denen wir uns austauschen und gegenseitig unterstützen sind für mich in den letzten Jahren hier eine sehr positive Entwicklung. Die Einführung eines gesetzlichen Feiertags in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern war ein weiteres positives Zeichen, das würde ich mir auch als bundesweiten Feiertag wünschen, um Frauen in ganz Deutschland noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken.“

©Fritz-Kola

Lesen Sie hier, was der Weltfrauentag für die Marketingchefs von Vodafone, Deutsche Bank und weiteren Unternehmen bedeutet.