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Corona-Krisenhilfe von Facebook, Amazon und Alibaba

Facebook
Coronavirus-Krise: Facebook will kleinere Unternehmen angesichts ihrer Geschäftseinbußen mit 100 Millionen US-Dollar unterstützen. © Unsplash

Im Zuge der Corona-Krise scheint nicht nur die Gesellschaft etwas näher zusammen zu rücken, sondern auch die Wirtschaft zeigt sich solidarisch. Mit Facebook und Alibaba bieten zwei Tech-Konzerne finanzielle und materielle Hilfe – und auch aus der Systemgastronomie gibt es mutmachende Nachrichten.

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Facebook will kleinere Unternehmen angesichts ihrer Geschäftseinbußen in der Coronavirus-Krise mit 100 Millionen US-Dollar unterstützen. Dabei gehe es um Gutscheine für Werbeanzeigen, aber auch Geld, wie das Online-Netzwerk am Dienstag ankündigte. Von dem Angebot sollen bis zu 30.000 Firmen in 30 Ländern, darunter auch Deutschland und die Schweiz, profitieren. In den kommenden Wochen sollen sie sich bewerben können. Details sollen folgen.

Insgesamt nutzen laut Facebook 140 Millionen kleinere Unternehmen die Plattform des Online-Netzwerks, um ihr Geschäft voranzubringen. Das sind zum Teil Cafés und Restaurants sowie Dienstleister, denen durch die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus massive und auch existenzbedrohende geschäftliche Einbußen drohen.

Weitere Informationen zur Facebook-Hilfsaktion finden Sie hier.

Amazon räumt Medikamenten und Haushaltsgütern Vorrang ein

Amazon wird in den kommenden Wochen in seinen Logistikzentren vorrangig die Bestände von Medizin-Artikeln und unerlässlichen Haushaltsgütern aufstocken. Andere Waren werden vor den Amazon-Toren entsprechend länger warten müssen. Die Maßnahme gilt zunächst bis zum 5. April und soll die Verfügbarkeit der in der Coronavirus-Krise aktuell stark nachgefragten Artikel sicherstellen.

Unklar blieb zunächst, wie schnell angesichts dieser Priorisierung die Bestände der anderen Artikel in den Amazon-Regalen nachgefüllt werden. Eine Amazon-Mitteilung am Dienstag enthielt auch den Hinweis, dass noch Waren angenommen werden sollen, die bereits auf dem Weg in die Logistikzentren sind. Dem Unternehmen zufolge ist damit allerdings nur gemeint, dass diese Lieferungen noch mit den priorisierten Artikeln gleich behandelt werden sollen – und nicht, dass sie später gar nicht mehr reinkommen.

Händler, die ihre Waren auf der Amazon-Plattform über die Logistik-Infrastruktur des Konzerns verkaufen, wurden unterdessen darüber informiert, dass ihre Anlieferungen mindestens bis zum 5. April nicht mehr angenommen werden, wie der Finanzdienst “Bloomberg” berichtete.

Der weltgrößte Online-Händler hatte vor wenigen Tagen angekündigt, aufgrund des erhöhten Bestellaufkommens 100.000 Mitarbeiter in den USA einzustellen. Für Deutschland wurde bislang kein solcher Schritt bekannt.

Alibaba sendet Gesichtsmasken und Testkits

Auch der chinesische Tech-Gigant Alibaba bietet in Zeiten der Coronavirus-Pandemie seine Hilfe an.Bereits am vergangenen Freitag war eine erste Maschine mit medizinischen Hilfsgütern, die die Alibaba Foundation und die Jack Ma Foundation spenden, im belgischen Lüttich gelandet. Am Dienstag erreichte eine weitere Lieferung das vom Coronavirus besonders hart getroffene Land Italien. Darin enthalten waren eine halbe Million medizinische Gesichtsmasken. Weitere 500.000 Masken sowie 100.000 Testkits sollen noch in dieser Woche beim nationalen Notfallzentrum des Italienischen Roten Kreuzes in Rom ankommen.

Die Spende gehört zu einer Reihe von Hilfsinitiativen der Alibaba Foundation und der Jack Ma Foundation, um die von der Covid-19-Krise am stärksten betroffenen Gebiete zu unterstützen. Die beiden Organisationen beschaffen und liefern medizinische Hilfsgüter nach China, Japan, Südkorea, in die Vereinigten Staaten, nach Belgien und Spanien und finanzieren die Forschung und Entwicklung von Behandlungsmöglichkeiten für das Coronavirus in China sowie am Peter-Doherty-Institut für Infektion und Immunität (Australien) und an der Columbia University (USA).

Corona-Tarifvertrag für Mc Donald‘s, Burger King und Co.

Abseits der Tech-Industrie gibt es auch aus der Systemgastronomie zumindest teilweise hoffnungsvolle Nachrichten. So sollen die Beschäftigten bei McDonalds, Burger King und Co. während der Coronavirus-Krise mehr Geld im Fall von Kurzarbeit bekommen. Die Entgelte werden über das normale Kurzarbeitergeld hinaus auf 90 Prozent des alten Nettoeinkommens aufgestockt, zudem verzichten die Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen, wie der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Dienstag mitteilten. Das sei der Inhalt einer Zusatzvereinbarung zum erst kürzlich geschlossenen Tarifvertrag für die rund 120.000 Beschäftigten der Systemgastronomie-Branche.

“Uns war es wichtig, dass wir den drohenden Einkommensverlust bei Kurzarbeit für die Beschäftigten mit der Regelung etwas abfedern können”, sagte der stellvertretende NGG-Vorsitzende Freddy Adjan. “Vor allem haben wir es geschafft, einen Kündigungsschutz zwei Monate über die Laufzeit der Kurzarbeit hinaus zu vereinbaren.” Das sichere das Einkommen für Tausende Beschäftigte.

Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie treffen die Systemgastronomie hart: “Zurückgehende Gästezahlen, Umsatzeinbußen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellen eine Belastungsprobe für die Branche dar”, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung von Verband und Gewerkschaft. “Die Sozialpartner haben mit der heute vereinbarten Ergänzung zur Kurzarbeit einen extrem wichtigen Schritt zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen, ausgelöst durch die “Corona-Krise”, unternommen”, sagte die BdS-Hauptgeschäftsführerin Andrea Belegante. Mit der Vereinbarung sichere man Arbeitsplätze und verschaffe den Unternehmen “etwas Luft zum Atmen”.

mit Material von der dpa

absatzwirtschaft+

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